Eigentlich sollte die Überwachung der Schließung eines Militärgefängnisses und die Überführung der letzten 6 Gefangenen ein Spaziergang für den ehemaligen Black-Ops-Agent Tom Steele und seinen Partner Manning werden. Doch eine Elite-Söldnergruppe hat es auf die beiden inhaftierten Frauen abgesehen und kann die stationierten Soldaten problemlos überwältigen. Nun liegt es an Steele, Manning und ihren drei Mitarbeitern, die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen.
Ich bin ja immer gern und vorne dabei, wenn es darum geht die neuesten DTV Auskopplungen von Herrn Seagal zu bekritteln, aber ehrlich gesagt, Maximum Conviction hat mir erstaunlicherweise ganz gut gefallen. Das liegt aber weder an der Story (platt wie immer), den Darstellern (gesichtssteif wie immer) den Martial Arts Künsten (hektisch geschnitten wie immer) oder Herrn Seagal selber (hat zugenommen wie immer), sondern einfach an der Tatsache, das der Film mir das lieferte, was ich von ihm erwartet und erhofft hatte, nicht mehr aber auch nicht weniger. Schwedisches Arthouse Kino sollte hier ja niemand ernsthaft erwarten.
Als Neuerung gibt's hier sogar, das Seagal zwar wieder produzierte, aber das Konzept nicht auf ihn als Einzelkämpfer ausgelegt wurde. Der Aikido Guru bekommt Unterstützung von Wrestler Stone Cold Steve Austin und bildet mit ihm ein Tag-Team-Duo, um mal im Jargon zu bleiben. Diese sollen in einem am nächsten Tag stillgelegten Militärstützpunkt für Ordnung sorgen und die verbliebenen Gefangenen nebst zwei mitgebrachten Damen in eine neue Bleibe überführen. Was zunächst aussieht, wie die klassische McLane Geschichte als Duett, entwickelt sich zu einem munteren Spielchen jeder gegen jeden.
Es gibt hier später so viele Parteien, Allianzen und Hinterhalte, als wäre man in einer vollbesetzten Gotcha Kampfarena, Schlüssel weg und nur der Sieger darf wieder heraus. Das ganze erinnert stark an den Pyun/Lambert Ballermann Mean Guns. Das hat zumindest die angenehme Folge das so ein Krempel, wie Charakterzeichnung, Love Story und sonstige übertriebene Gefühlsausbrüche komplett unter den Tisch fallen, die man meiner Meinung nach in solchen B-Action Kloppern sowieso nicht braucht (und trotzdem ständig bekommt).
Zwei taffe Männer fürs Grobe, solide Härte per Faust (inklusive Knochenbruch und Finger ab) und Shootouts, dazu noch einen Bodycount im hohen Bereich, da gilt für mich eigentlich die Regel, was will ich denn da noch mehr? Zumal Seagal auf seinen üblichen Schwurbel wie fernöstliche Weisheiten und die übliche blutjunge Frau an seiner Seite komplett verzichtet. Lediglich ihm zum Showdown Michael Pare entgegenzustellen war ein wenig gemein (der arme Pare, hat doch keine Schnitte gegen ihn). Für einen Film Marke simpel aber hart fand ich das Teil absolut ausreichend und unterhaltend.
7/10