kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 03.12.2012
Ein Film, der leider nicht über die Summe seiner Teile hinauskommt. Einzelne Szenen, Mise-en-scenes und sogar deren Montage wirken meisterhaft; blickt man aber auf den Film als einheitliches Werk zurück, bleiben lediglich Eindrücke von gimmickhaften Indizien, die mehrere Epochen verbinden, und Schauspieler, die gegen den Eindruck anspielen müssen, sie würden an einer Faschingsparade teilnehmen. Zwar funktionieren die Darsteller meistens selbst dann, wenn sie Figuren anderer ethnischer Ursprünge oder anderen Geschlechts spielen müssen, dies aber nur innerhalb der Szenen, kaum noch im Rückblick. Im Gegensatz zum Buch, das die Zeitebenen chronologisch vor- und dann wieder rückwärts aufreihte, springen die Wachowskis mit Tykwer im Farbenrausch von einer Ebene zur nächsten und wieder zurück. Man versteht diese und andere Vorgehensweisen der Regisseure, auch dass sie offensichtlich Humor mit Drama kreuzen, anstatt bei einer Stimmung zu bleiben, aber resümiert man einmal das Ganze, gelangt man nur bedingt über die Analyse von Einzelszenen hinaus.
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