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Eine Bande brutaler Kunstdiebe überfällt das Anwesen eines reichen Kunsthändlers. Es ist Thanksgiving und die gesamte Familie ist versammelt. Die Gangster metzeln alle Anwesenden brutal nieder bis auf den jungen Daniel und dessen Freundin Suzanne, die sich nach einem Streit mit Daniels autoritärem Vater in den Keller zurückgezogen haben und sich nun dort versteckt halten. Als die Killer das Kellergeschoß entdecken, wird das junge Paar zum Gegenschlag gezwungen. Es kommt zu einem mörderischen Katz- und Maus-Spiel.

Below Utopia könnte als Gesamtpaket gar nicht mal so übel sein, wenn man vor der eigentlichen Handlung nicht diese völlig verkackte (pardon) erste halbe Stunde zu überstehen gäbe. Nach den eiwg langen opening Credits wird öde das Heldenpaar eingeführt, danach die doofe Familie, Miss Milano darf ein wenig Haut zeigen, weil sie sich ja für so sexy hält (als Produzentin darf man sich schließlich so präsentieren). Es ist alles so höllenschwer diese 30 Minuten wach zu überstehen.
Aber es ist Hoffnung in Sicht, wenn endlich mal der Denver Clan aufhört und unsere 3 Bad Guys die Bühne betreten (Hurray to the Lord). Die rotten erst mal beinahe die komplette Belegschaft aus, meist offscreen, nur zwei unblutige Erschießungen (Ich frage mich sowieso welche Berechtigung die FSK 18 hier hat, gut es ist kein Kinderfilm, aber wirklich beinhart wird der Film auch später nicht mehr).
Wirklich neu ist die Geschichte aber auch noch, Fieslinge besetzen Haus, Überlebende verstecken sich, werden gejagt und müssen sich sogar später aktiv gegen die Eindringlinge zur Wehr setzen. Der übliche Katz und Maus Thriller in begrenzter Lokalität. Das Thema ist simpel, aber durchaus effektiv, da es als Zuschauer sehr leicht wird mit den Gehetzten zu solidarisieren, allein deswegen, da sich bei einem Angriff auf die eigenen vier Wände, automatisch auch hinter der Mattscheibe im Kopf ein Unwohlsein abläuft.
Hier kann auch Below Utopia punkten, auch wenn Alyssa Milanos ewiges Gejammere einem auf die Dauer mächtig auf den Geist geht. Das Schurkentrio fand ich aber sehr gelungen. Ice-T als Schurke ist eh eine Bank und seine Dialoge mit Tiny Lister stellenweise wirklich witzig, besonders letzterem ewiges Wettpech ist ein toller Running Gag. Auch in Sachen Spannung steigert sich die Leistung enorm. Der Kitzel des Versteckens, die permanente Angst des Entdeckwerdens kommt gut rüber und vor allem der obligatorische Schlußtwist hat es in sich und zumindest mich doch überrascht.
Also mein Tipp ist erst ab 25 Minuten einzusteigen, das reicht völlig um die zwei Protagonisten und das Opfervolk kennenzulernen. Ist irgendwie schwer, einem Streifen zu benoten, der eigentlich ganz ok ist, aber mehr als ein Drittel davon direkt in die Filmhölle verdammt gehört. Ok, Auge zugedrückt, knapp über Schnitt.
6/10

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