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Francis Ford Coppolas Umsetzung des klassischen „Dracula“-Stoffs legt ganz Hollywood-typisch verstärkt Augenmerk auf die Liebesgeschichte zwischen dem Grafen und Mina, was einen hohen Kitsch-Anteil dieser Verfilmung zur Folge hat. Glücklicherweise setzte man darüber hinaus aber auch auf tolle Masken und blutige Effekte, so dass auch der geneigte Horror-Freund eine Menge geboten bekommt. Trotzdem hat man das Gefühl, dass man versuchte, es jedem irgendwie recht zu machen und es nur Coppolas Regiegeschick zu verdanken ist, dass die ganze Chose nicht vollends zur halbgaren, aufpolierten Hochglanznummer verkommen ist. Denn seine Bilder sind atmosphärisch und beeindruckend genug, um über eindimensionale, oberflächliche Charaktere und das gewöhnungsbedürftige Drehbuch hinwegsehen lassen zu können. Insofern durchaus eine Bereicherung des Vampir-Subgenres, wenn ich auch die älteren Klassiker vorziehe.

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