Review

“Das ist unser Waterloo Baby!“

Regisseur William Lustig, bekannt für Filme wie Maniac oder Der Sunset-Killer, stach 1983 mit seinem Film Vigilante(auch bekannt unter dem Titel Streetfighters) nicht wieder in die Kerbe des Horrorgenres ein, sondern gab sich dem Revengefilm, dem Selbstjustizstreifen hin.

Banden, Dealer, Kleinkriminelle, sie beherrschen die Stadt.Vergewaltigungen, Raubüberfälle und Gewalt gehören zur Tagesordnung.Die Polizei ist machtlos.Und in genau dieser Stadt lebt Eddie Marino (Robert Forster) mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn.Doch diese Idylle der netten Vorstadtfamilie wird schnell zerstört, als seine Frau sich mit einer Gang anlegt.Die Bande folgt ihr bis nach Hause, um sie dann bis aufs äußerste zu verstümmeln und ihren kleinen Sohn zu töten.Als Eddie davon erfährt hofft er nun auf einen fairen Prozess durch das Gericht.Doch Pustekuchen….Der Richter ist geschmiert und setzt die Verantwortlichen auf Bewährung frei.In Eddie wachsen die Gelüste nach Rache und er schließt sich mit einer Bürgerwehr zusammen, um die Typen aufzutreiben und ihnen ihre gerechte Strafe zugeben.

Die vorhandene Story ist bekannt.Schon 1974 trat uns Charles Bronson in einer ähnlichen Rolle in den “Death Wish“ -Filmen entgegen.Bei Lustigs Werk haben wir es aber mit einem um weites härteren und düsteren Film zutun.In “Ein Mann sieht rot“ versucht die Polizei noch Paul Kersey zu helfen, hier schaut diese nur Tatenlos zu. Um einiges drastischer ist hier der Mord an einem Kleinkind, welches mittels einer Schrotflinte brutal erschossen wird.Auch die Sache mit der Verhandlung und dem geschmierten Richter zeigt das der kleine Mann machtlos gegen die Justiz ist.So wird anstatt der Mörder an seinem Sohn, Eddie weggesperrt, da er wegen dem milden Urteil im Gerichtssaal die Kontrolle verliert und den Richter versucht anzufallen.

Neben all dem bietet der Film auch noch eine ordentliche härte.Man bekommt blutige Shootouts zu sehen, Faustkämpfe, wilde Verfolgungsjagden und etwas explodieren darf natürlich auch.Langeweile kommt hier nie auf.Szenen die die Handlung nicht unbedingt weiterbringen, gehen hier völlig in Ordnung.So sieht man hier Fred Williamson und seine Bürgerwehr, wie sie hier die Straßen von dem ganzen Abschaum befreien.Und dabei gehen diese nicht zimperlich vor.

Auch der Cast kann sich hier allemal sehen lassen.So haben wir hier Robert Forster (Jackie Brown) in der Rolle des ehrlichen und liebevollen Familienvater, Fred Williamson (From Dusk Till Dawn) als Anführer der Bürgerwehr, die hier anstatt der Polizei für Recht und Ordnung sorgen, Joe Spinell (Maniac, Rocky) als bestechlichen Verteidiger der Bösen und Woody Strode in einer Nebenrolle.Er beschützt Eddie im Knast vor weiterem Gesindel.

Wir haben hier also einen super in Szene gesetzten Selbstjustizstreifen, der auf voller Linie überzeugt und somit bei B-Movie-Fans nicht fehlen darf.   8,5/10

Details
Ähnliche Filme