iHaveCNit: Under The Skin (2014)
Als weitere Scarlett-Johansson-Station auf meinem Weg zu „Ghost In The Shell“ habe ich mir mal Lust auf „Under The Skin“ gemacht. Der Film ist bis jetzt der Einzige, den ich von Jonathan Glazer, dem Regisseur gesehen habe. Vorweg möchte ich in dieser Review ein wenig die Themen der Symbolik des Films ansprechen. Wer also den Film in gewisser Art und Weise selbst erleben möchte und sich gerne für ruhige, symbolische Science-Fiction-Thriller interessiert, wird hier ein Film geboten bekommen, der sehr spartanisch und mit einfachen Mitteln seine Wirkung erzielt.
Es geht um Laura. Sie fährt in einem Lieferwagen durch die Gegend in und um Glasgow, spricht Kerle an, verführt diese und lässt diese in einem skurrilen Akt verschwinden – bis sie selbst Zweifel an ihren Taten bekommt.
Symbolische Thriller habe ich in letzter Zeit sehr gerne gesehen - „The Neon Demon“ ; „Only God Forgives“ und „Nocturnal Animals“, nur um einige zu nennen. „Under The Skin“ ordnet sich genau da ein, auch wenn Jonathan Glazer kein Tom Ford oder auch Nicolas Winding Refn ist und das hier gebotene Thema nicht so viel an die Hand gibt, so dass man die Thematik und die Symbolik in gewisser Art und Weise selbst entdecken muss. Es geht hier darum, menschliches Verhalten und Oberflächlichkeiten darzustellen und dem ganzen einen Spiegel vorzuhalten. Die einfachen Mittel des Films, die ein wenig an Kubrick oder auch Refn erinnern, erzeugen jedoch einen gewissen hypnotischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann – genau wie die „Opfer“ von Laura. Darüberhinaus ist der Look sehr spartanisch und einfach – fast dokumentarisch und in manchen Momenten sogar mit versteckter Kamera um die Momente in ihrer grauen und tristen Natürlichkeit aufzunehmen. Und Scarlett Johansson ist hier als Protagonistin sehr gut besetzt – denn sie darf hier nicht nur sehr gut ihre Rolle verkörpern, sondern sie kann auch direkt alles zeigen, was sie hat.
„Under The Skin“ - My First Look – 8/10 Punkte