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Tatsächlich habe ich wie die meisten hier direkt nach dem Ansehen gedacht - "hmmm was sollte das denn jetzt!?". Nach einer geschlafenen Nacht denke ich, dass in dem Film im Wesentlichen um die Rolle der Frau in einer Männerwelt geht. Die Frau wird auf ihre äußere attraktive Hüller reduziert. Die Frau ist sich dessen bewusst und spielt mit den Männern, die ihr verfallen. Allerdings gibt es dann immer welche, die ihre Grenze nicht kennen und sich denken "hmmm wenn die so rumläuft, dann will sie es doch auch". Dabei Steckt unter der Hülle nur ein einsames, verletzliches Wesen, was am Ende am Mann zugrunde geht. Ich denke, das schwarze Wesen ist nur ein stilistisches Mittel, um Zerbrechlichkeit und Einsamkeit auszudrücken. Vielleicht auch die schwarze Seele einer innerlich toten Frau, die sich den Männern hingibt, ohne etwas zu fühlen.
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Under the Skin hat mich wirklich beeindruckt und das seit langem. Klar, ist dieser Film keine leichte Kost und sehr experimentiell. Die Handlung bietet relativ wenig erklärung, das musses auch nicht umso schöner wenn man selber die Szenen für sich interpretieren kann. Auffallend ist der unheimlich karge und kalte Synthyscore, der tief ins Ohr geht. Auch sonst ist der Film keine Minute zu lang, das Ende bietet auch einen schönen Mindfuck und rundet den sehr positiven Gesamteindruck ab. Kein Film für Mainstreamer aber wer bereits mit ähnlichen sperrigen Werken wie The Tree of Life oder Melancholia seine Freude hatte, sollte sich schnell die schick designte Blu holen.