... sein, dass Scientology in vielen Ländern Europas, etwa in Frankreich, Russland, Griechenland und Deutschland, als gefährliche Sekte eingestuft und daher von den Geheimdiensten überwacht wird. Dass die Sekte ihrerseits einen weltweit operierenden Geheimdienst unterhält, der über einen gigantischen Etat von schätzungsweise 1 Milliarde Dollar pro Jahr verfügt, weiß hingegen kaum jemand.
Markus Thöß und Frank Nordhausen recherchierten ein Jahr lang in verschiedenen Ländern Europas und den USA. Sie trafen Politiker, Geheimdienstler und hochrangige Ex-Scientologen, wie den ehemaligen Chef der OSA, Mike Rinder, um sich über Aufbau und Methoden des sog. 'Office of Special Affairs' (Abteilung für spezielle Angelegenheiten) zu informieren. Das Ergebnis ist so erschreckend, dass man es kaum wahrhaben mag: mit Unterstützung amerikanischer Behörden, hochrangiger US-Politiker und nicht zuletzt des Geheimdienstes CIA, der seine schützende Hand über Scientology hält, gelingt es der Sekte mittlerweile überall auf der Welt, Einfluß auf höchste politische Kreise zu nehmen. Aussteiger und Gegner werden von OSA nachrichtendienstlich in großangelegten Dossiers erfasst, rund um die Uhr bespitzelt, mundtot gemacht und in den finanziellen Ruin, resp. durch Stalking in den Wahnsinn getrieben. Ein weiterer Punkt, für den OSA verantwortlich zeichnet, ist die Unterwanderung von Behörden und Organisationen.
Der Schlüssel zur Macht, so Insider der Sekte, sei die schier unerschöpfliche Finanzkraft der Organisation, die es Scientology ermögliche, nahezu unbehelligt am Rande der Legalität zu operieren. Als Tarnung diene OSA dabei ein kaum zu entwirrendes Netzwerk aus Firmen, Holdings und Rechtsanwälten, wodurch es fast unmöglich werde, den Auftraggebern auf die Spur zu kommen
Während ihrer Arbeit an der Dokumentation werden Nordhausen und Thöß von der OSA auf Schritt und Tritt observiert. Interviews werden immer wieder abgelehnt. Beim Versuch, einen amerikanischen Politiker in einer öffentlichen Sitzung darüber zu befragen, warum ihn Scientology so großzügig mit Spenden unterstützt, werden die Filmemacher umgehend des Saales verwiesen - kurze Zeit später hält sie die Polizei an und nimmt ihre Personalien auf. Nur ein seltsames Erlebnis unter vielen, von dem die beiden Journalisten in ihrer 90-minütigen Doku zu berichten wissen...