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It's Aliiiive!!! Und so süß!!!

Bei Tim Burton kann man nie sagen, ob er sich auf dem auf- oder absteigenden Ast befindet - innerhalb kürzester Zeit bringt er ein Meisterwerk wie "Big Fish" & Edel-Müll ala "Planet der Affen" auf Zelluloid. Oder 2012 den äußerst lahmen "Dark Shadows" & im gleichen Jahr "Frankenweenie" - einen süßen Stop-Motion-Grusler für die ganze Familie, in dem der kleine Viktor Frankenstein seinen geliebten Hund Sparky zusammensetzt & reanimiert. In schwarz-weiß, sekündlich vollgepackt mit liebevollen Hommagen an klassische Horrorfilme & insgesamt Burton in glänzender Form. Es gibt für Fans sogar Insider zu seiner eigenen Filmographie - kein neuer "Nightmare Before Christmas", doch mindestens so gut wie "Corpse Bride" & einer seiner besten Filme seit der Jahrtausendwende. Malerisch morbide, liebevolle Leichen!

"Frankenweenie" sprüht nur so vor makabrem Burton-Humor, der Tod war selten so charming. Der Stop Motion-Look ist exquisit & verträumt, die vielen Anspielungen sind für Fans des Fachs ein Fest. Im Herzen des kurzweiligen Films steckt die Liebe eines Jungen zu seinem Hund - und spätestens das kann einen nur schmelzen lassen! Die Synchronsprecher sind ein Ohrenschmaus, allen voran Winona Ryder als Burton-Klassiker, und der Soundtrack ist Danny Elfman klassisch genial. Das passt einfach. Hier passt verdammt viel! Das Monsterdesign entzückt, einige Lehren über Liebe & Naturwissenschaft sind kostbar & an den besonderen Bewohnern der fiktiven Horror-Stadt New Holland, kann man sich kaum satt sehen. Allen voran den Kindern. Mein Highlight ist die kleine Glubschtante mit ihrer Katze - wundervoll surreal schön! Tim Burton-Fans atmen hier gehörig auf & schwelgen in wohligem Schauer.

Fazit: Burton kann es also doch noch! Eine charmante & herzensgute, simple & sehr feine Stop-Motion-Horror-Hommage, die mein Herz erobern konnte. Und so dürfte es bei diesem Abenteuer von Sparky & Viktor den meisten Horror-Fans gehen!

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