Alle Kurzkommentare


5

Wenn man den Kurzfilm von 1984 kennt, dann ist es einfach nicht das Gleiche und man kann die aufwendig animierte Variante von 2012 nicht genauso genießen und wird von ihr auch nicht annähernd so emotional berührt. Zu poliert und zu perfektionistisch kommt Burtons Remake seines eigenes kleinen Machwerks von einst daher, doch die Seele und der Charme sind dabei auf der Strecke geblieben. Das wird gleich eingangs deutlich, wenn der nun rattenartige Mops Sparky im Dinosaurierkostüm nicht mehr dieselbe Reaktion auslöst wie sein früherer Kollege aus Fleisch und Blut. Zu dick trägt Burton diesmal auch mit den Gothic-Bildern auf und lässt seine Akteure teils zu spindeldürren Karikaturen von Mensch und Tier mutieren. Ansonsten ist der Plot, für den 30 Minuten völlig ausreichend waren, lediglich gestreckt (teils mit Baseballszenen?!). Neu ist nur die Furcht der Kleinstadtspießbürger vor Wissenschaft und Fortschritt.

6

kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 28.06.2013 Nach den Alice- und Dark-Shadows-Enttäuschungen konnte ein Oldschool-Burton ja nur gewinnen. "Frankenweenie" versucht nicht im Geringsten, irgendwas Neues einzubringen; die Verfilmung des Kurzfilms von 1984 führt eine durch und durch klassisch zu bezeichnende Umsetzung mit sich, die leider dermaßen unoriginell ist, dass das fast schon wieder ein wenig enttäuscht. Dem wunderbaren Stop Motion in Schwarzweiß kann man sich dennoch nicht entziehen. Auch wenn die leichenfahlen Charaktermodelle aus der Burton-Feder längst modern, es ist immerhin der beste Burton seit 6 Jahren. *weitere Informationen: siehe Profil

7

Angelehnt an Burtons Kurzfilm von 1984, ist die neue Version im Vergleich sicher nicht so kunstvoll und innovativ, aber immer noch ein angenehmer Kontrast zum sonstigen (im-Großen-und-Ganzen-)Einheitsbreitbrei der Animationsfilme. Auf den ersten Blick durch die Stop-Motion-Technik und die aus kommerzieller Sicht mutige, aber nach kurzen Reinschauen doch passende Wahl der schwarz/weiss-Optik. Des weiteren durch die burton'sche horrorreske, düstere, skurrile, morbide und und und Charakterzeichnung, sowie die liebevolle Hommage an den 50er-Jahre-Monster-Horrorfilm. Vielleicht kein Meisterwerk, aber auf jeden Fall doch sehr nett. (nicht im Sinne von dem "nett".)

8

Ich sehe dies als eine Homage von Tom Burton an das Original Frankenstein. Geschickt umgesetzt, dass selbst Disney diesmal nix zu meckern hatte, zumal der damalige Real-Kurzfilm doch wesentlich unlustiger daher kam.  Es ist ja auch eine "herzergreifende" Geschichte um den Verlust eines geliebten Freundes, auch wenn hier ein Vierbeiner gemeint ist. Kindgerechte Umsetzung eines Klassikers, der Spaß macht und Erwachsene vergleiche zum Klassiker ziehen lässt. Ein "Friedhof der Kuscheltiere" a la Burton für Kids. 8 von 10

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