Für den geneigten Horror-Fan gibt es gleich in der ersten Hälfte des Films eine Menge Geduldsproben denn bis der erste Suspense aufkommt dauert es gefühlt eine Ewigkeit. "Ewig währt am längsten" ist wohl das Motto. Und bis endlich der jüngere Bruder Paulie unserer Hauptperson Neal erzählt, dass eine fiese Kreatur unter seinem Bett lauert vergehen schon mal schlappe 20 Minuten. Für Neal werden sofort Erinnerungen an eine grausame Vergangenheit wach und er schmiedet mit seinem Bruder einen bestialischen Plan…
Bis dahin wähnt man sich aber in einem 0815 Familendrama oder abwechselnd in einem Nachmittagsgruseler für 10-jährige, so wenig passiert in UNDER THE BED. Bis zum letzten Drittel gibt es ein paar Hui-Buh Effekte die technisch und von den CGIs ok sind, aber nicht wirklich einen eingefleischten Horrorfan hinter dem Ofen vorlocken. Für Spannung und unangenehme Gefühle ist dennoch erfolgreich gesorgt und auch an den Darstellern und der Filmmusik ist nichts zu bemängeln.
In den letzten 20 Minuten wird aber doch noch etwas Gas gegeben und das Bettmonsterchen ist gar garstig gelungen und macht auch unseren kleinen Helden recht viel Stress um dann in den letzten 10 Minuten in einem unerwartet blutigen Finale auch mal Köpfe und Gliedmassen an völlig anderen als dafür vorgesehenen Stellen zu hinterlassen. Hier wird UNDER THE BED wirklich interessant und das zwischen Predator, Hellraiser und sonstigen Alien-Creeps pendelnde Monster ist auch recht effektiv gelungen.
Deswegen kann man das Filmchen als Monsterfan auf jeden Fall zumindest mal ausleihen und aufgrund des bunt-blutigen Endes möchte ich eine zarte Empfehlung aussprechen. Mit etwas Geduld für den schleppenden Beginn und großem Monsterherz kann man UNDER THE BED tatsächlich etwas abgewinnen auch wenn man den Mann im Gummianzug erahnen kann und nicht wirklich etwas Neues geboten wird. Aber seichter Trash ist das allemal nicht.
6/10 x Zauberasche....äh,....Punkten