Der Zombiefilm im Allgemeinen wird immer häufiger als Komödie verkauft, was nicht zuletzt auf ausgehende Ideen zurückzuführen ist. Regisseure wie Romero, Fulci und Lenzi haben im ernsten Bereich nahezu alles abgedeckt, teure und moderne Produktionen wie "World War Z" bilden da eher die Ausnahme. Das genaue Gegenteil davon stellt vorliegender Streifen dar, der mit äußerst knappem Budget gedreht wurde und genau danach aussieht.
Die sechs Gangster um Q befinden sich nach einem Bankraub auf der Flucht und haben einen Schwerverletzten an Bord. Um sie herum auf den Straßen befinden sich Zombies, von denen niemand weiß, woher diese kommen. Wenn die Gruppe weiterhin überleben will, muss sie sich eine halbwegs sichere Unterkunft besorgen, was im Zuge einer aggressiven Omi und ihrer nicht minder auftretenden Enkelin gar nicht so einfach ist...
Das britische Regiedebüt ist unter anderem als Zombiekomödie konzipiert, scheitert auf dieser Ebene jedoch in nahezu allen Belangen. Zwei, drei Gangster erscheinen zwar halbwegs sympathisch und auch Fahrer Q handelt grundlegend integer, doch von treffsicheren Pointen, gewitzten Dialogen oder gar parodistischen Ansätzen ist die Erzählung meilenweit entfernt.
Im Grunde befindet sich die Gruppe über weite Teile im Van, nur selten wird das Fahrzeug verlassen, während in unregelmäßigen Abständen Zombies auftauchen, welche jedoch meistens ignoriert werden. Konfrontationen gibt es nur selten und wenn, dann spritzt das Blut grundlegend im Off, da nicht ein Splattereffekt zu sehen ist, wenn man mal von einigen harmlosen Kopfschüssen absieht.
Versucht Regisseur Matt Mitchell das Paket zu Anfang noch halbwegs als cool zu verkaufen, indem er comichafte Inserts und kleine Einblendungen unterbringt, verschwindet dieses Stilmittel im Verlauf komplett. Besonders die ruhigen Passagen, in denen Zwischenmenschliches abgehandelt wird, scheitern am schwachen Drehbuch und an den noch schwächeren Mimen. Auf dem gleichen Niveau ist im Übrigen das oberflächliche Make-up einzuordnen, welches die Zombies eher nach Karneval aussehen lässt.
Innovativ sind am Rande noch Untote in Mittelalterkostümen oder Football-Zombies die mit Steinen beworfen werden, doch im Gesamtbild vermag das der schwachen Dramaturgie kaum helfen. Auch wenn die Amateurproduktion mit zahlreichen Statisten daherkommt und der Score keinen Totalausfall darstellt, mangelt es der Geschichte an Pep, Drive und Innovationen, während Anflüge von Humor fast immer im Nichts verpuffen.
Schwacher Zombiestreifen, der zwar nicht gänzlich langweilt, jedoch auch keine Begeisterung auslöst und aufgrund ausbleibender Spannungseinlagen eher harmlos dahinplätschert.
Knapp
4 von 10