Mittlerweile scheint es ja ein Gesetz im Amateursektor zu geben, dass man in seinem Filmrepertoire mindestens einen Zombiefilm hat oder bestenfalls seine Film"karriere" mit einem dieser Genrefilme beginnt, denn scheinbar scheint diese Thematik, die im Jahre 2012 mindestens 5 Jahre über dem Verfallsdatum zu sein scheint, am einfachsten zu verfilmen. Seitdem Romero 1968 mit NOTLD das Genre revolutionierte und mit Zombie 1978 endgültig zum Massenphänomen machte, sprudelten die Nachahmer nur so aus ihren Löchern, sodass man über 40 Jahre später durchaus von einer Sättigung sprechen kann oder auch den Überblick verlieren kann. Neuerungen sind schlichtweg unmöglich, die Luft ist raus, und leider macht auch Alex Lotz keine grossen Sprünge und liefert trotz ambitionierter Inszenierung nur altbekannte Schemas ab.
Nun, Generation Mutation ist generell absolut kein schlechter Film und wer dieses Übersättigungsgefühl bei den umherwandelnden Untoten noch nicht verspürt und nach Zömbel 2, Untot, Redneck Zombies, The Dead next door, Graveyard of the living dead, Noctem und vielen mehr aus dem B-Sektor immer noch Lust drauf hat, ist mit diesem Knabbershortie gut bedient. Immerhin ist diese kleine, symphatische, aber genauso grundsolide Produktion nicht unbedingt ernst gemeint, sondern hommagiert satirisch allerlei Filmklischees und baut charmante Seitenhiebe zu anderen Produktionen ein, wie wir es bereits aus zb. The dead next door von 1989 kennen. Dieser Vergleich hinkt nichtmal wirklich, denn auch wenn diese Produktion aus Deutschland kommt, wirkt sie von der Kamera, Schnitt und den Kulissen sehr amerikanisch. Ambitioniert, treffsicher und technisch besser als so mancher Amateurregisseur mit Langfilmformat und Labelvertrag.
Storytechnisch gibts hier Altbekanntes, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Die Zeit von Zombieangriff bis hinzu Zombieaction im Wald passiert schnell und flüssig, lässt keinerlei Langeweile aufkommen und ist ein gewöhnlicher Fastfoodsnack für Zwischendurch, den man aber genauso schnell wieder vergisst. Die Zombiemasken sind matschig, gummieske, billig, aber immerhin so trashy, dass man das Ganze abfeiern kann und wiederrum wieder an einen amerikanischen Vertreter namens Bone Sickness erinnert wird.Ganz so blutig wie in eben erwähnten Vorbild wirds zwar nicht, aber ein paar zermatschte Zombiefressen, durchstochene Augen und die typischen Gedärmehappenings gibts schon zu sehen, auch wenn hier das Hauptaugenmerk auf den zwei Kollegen liegt, die ihre Rollen gekonnt und mit Witz spielen.
Fazit:
Fastfood - Zombieshorty der altbekannten Sorte, der aber immerhin so ambitioniert und technisch sicher gefilmt ist, dass keinerlei Langeweile aufkommt. Langweilig, dilletantisch und billig geht anders, aber zu solide, um Höhepunkte zu setzen und längerfristig im Gehirn haften zu bleiben. 6/10 zermatschte Gummiköppe