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Mithilfe der US-Armee unternimmt eine Wissenschaftlerin eine Reise in den belizischen Dschungel, nachdem ihr Vater scheinbar spurlos verschwunden ist. Dabei geraten sie in das Kreuzfeuer einer brutalen Guerilla-Armee, die von einem mysteriösen Warlord angeführt wird. Plötzlich treten auch noch riesige, mutierte Killerwespen auf den Plan.

Man sollte Dragon Wasps, allein schon wegen des Titels, nicht allzu ernst nehmen, schließlich tut es der Film ja auch nicht. Wenn menschengroße Wespen durch den Dschungel pflügen und ihre neuentdeckte Verwandtschaft zum Bombardierkäfer durch lustiges Feuerspucken kundtun, wo Insektenforscherinnen aussehen wie Models in Hotpants ungestraft Unfug salbadern dürfen, eingeriebenes Kokain als Mückenspray herhält und selbst Co-Produzent Corin Nemec es sich nicht nehmen läßt als In-Joke seine bisherigen Monsterfilme aufzuzählen (Sandhaie, Seemonster), da kann man als Zuschauer sein Hirn 90 Minuten ins Bad schicken um sich die Ganglien zu kämmen.
Trotz dieser eher lässigen Grundhaltung schafft es Dragon Wasps aber nur bedingt wirklich zu unterhalten. Etwas mehr Wespenaction hätte hier sicher nicht geschadet auch wenn die Viecher jetzt eher mittelmäßig animiert wurden. Mehr Zeit geht da schon für den Konflikt mit den Drogenindios drauf, mit denen sich die kleine Militäreinheit und die zwei Entomologen-Bimbos rumschlagen müssen. Etwas weniger Folklore und dafür ein wenig mehr Trash und Dragon Wasps könnte den besten Troma Werken Konkurrenz bieten. Auch den Auftritt der Königin des Schwarms hätte man gerne noch als Showdown einführen können, anstatt nur in einem Nebensatz anzudeuten das es sie gibt.
So bleibt es doch nur der übliche Monsterkrams, wobei hier erstaunlicherweise weder der SyFy Channel noch Asylum, also die sonst üblichen Verdächtigen, ihre Finger im Spiel gehabt haben. Am Ende wird sogar noch das zarte Pflänzchen einer möglichen Fortsetzung gesät, aber das dürfte doch mehr Wunschvorstellung sein.
4/10

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