Ein nettes deutsches Provinz-Filmchen, mit passablen (Laien)Darstellern, welches im real existierenden hessischen Hassenhausen spielt.
Stefanie (Fanny Staffa) und Gabi (Paula Paul), Freundinnen, arbeiten im Supermarkt, hadern mit ihrem Schicksal und träumen vom großen Glück.
Stefanie lebt als allein erziehende Mutter mit ihrem vierjährigen Sohn Florian (Adrian Moore) auf dem elterlichen Hof und wird seit Jahren von Martin (Andreas Patton) - einer der wenigen erfolgreichen Landwirte im Dorf - umworben. Wenig erfolgreich, denn Stefanie sehnt sich nach Florians Vater, der sie nach einer Party unwissentlich geschwängert hat und kurz danach in die Stadt zog.
Stefanie und Gabi sind unzufrieden mit ihrem Leben und planen - mit und um Männer sowie mit krimineller Energie - einen Ausweg...
"Storno" ist das Spielfilmdebüt der Regisseurin Elke Weber-Moore, die in diesem Dorf lebte, bevor sie nach Berlin zog. Diese Vertrautheit zeigt sich dann auch im Spiel der Darsteller mit der Kamera, woraus eine nüchterne Sozialstudie entstand.
Für die beiden wunderbar spielenden Hauptdarstellerinnen, waren es die ersten Hauptrollen.
Das Drehbuch wirkt unausgegoren: Etwas langatmig geraten, entwickelt es erst kurz vor Schluß einen mäßig spannenden Charakter. Etwas eigenartig ist, daß Staffa andauernd zwischen hessischem Dialekt und hochdeutsch wechselt.
Wie "Das Monster" (mit Corinna Harfouch) ist auch dieser Film mit Digital(hand)kameras gedreht, was ihn nicht gerade sehenswert macht.
Einen Pluspunkt gibt es aber für die Musik: Deutscher Elektropop à la 2Raumwohnung ist durchaus passend.
Große Träume, große Enttäuschungen - alles was ein Heimatfilm braucht: 6 Punkte.