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Der alte König Brakus versucht die verfeindeten Stämme der Menschen zu vereinen, um gegen den Clan der Schlangenmenschen gewappnet zu sein. Allerdings fällt er einer Intrige seines Neffen zum Opfer, der selber auf den Thron will und sich mit den Schlangen verbündet hat. Geschickt schiebt er den Mord an Brakus dessen Sohn Toran in die Schuhe, der aber mit seinem Lehrmeister fliehen kann. Dieser übergibt ihm auch den Zauberbogen Elb, der ihm große Macht verleiht. Unterwegs trifft Toran auf den Dieb und Spieler Slant und die Zauberin Estra. Gemeinsam bestehen die drei diverse Abenteuer.
1981, Fantasy wurde groß geschrieben und die Produktionen schossen aus dem Boden. Neben italienischen Streifen kamen auch viele Produktionen aus den USA, wie eben auch "Der Zauberbogen".
Als kleiner Bub habe ich den Film verschlungen. Hier sind einfach alle Zutaten vorhanden. Ein Krieger, ein Dieb und eine Magierin. Dazu die wirklich gut geschminkten Schlangenmenschen und diverse andere Monstereinlagen. Zusätzlich gibt es den Anführer der Schlangen, hoch zu Ross und mit einer mächtigen Rüstung verkleidet.
Die Darsteller agieren, angesichts des Budgets, solide. Der fast immer verschwitzte Held, der gewitzt umgesetzte Dieb und die bildhübsche, leicht bekleidete Zauberin. Da ist für jeden etwas dabei.
Die Effekte schwanken zwischen etwas angestaubt und noch solide. Die Kamera fängt oft schöne Landschaften ein und bietet ab und an stimmungsvolle Fahrten durch die Szenerie. Die Nebelmaschine kam gut zum Einsatz und ab und an spielt das Geschehen in wohliger Studiokulisse.
Hervorzuheben wäre der unkonventionelle Soundtrack auf Synthesizer-Basis, der aber wunderbar passt und eine Abwechslung zu den damaligen Kompositionen bietet. Die Story wird durch einen Off-Sprecher ergänzt, der einen mit Informationen zu Land, Leute und Geschichte versorgt.
Lange ist es her, dass ich diesen Film gesehen habe und wenn man es realistisch betrachtet, bleibt heute im Grunde nur solider Trash. Bis auf George Kennedy gibt es kaum namenhafte Darsteller, wobei sich das sogar eher positiv auswirkt. Immerhin gibt es keinen freiwilligen, wie unfreiwilligen Humor, der manch andere Produktion abwertete.
Ein großer Hacken ist leider das Ende, da die Geschichte nach einem relativ mäßigen Endkampf mittendrin endet. Hier sollte eine Serie folgen, was allerdings nie realisiert wurde. Schade eigentlich, das hätte ich zu gerne gesehen. Man wünscht sich eine Fortsetzung der Story.
Fantasy Fans können hier einen Blick wagen, ist der Film doch sehr solide und kann sich gegen einige andere Produktionen (spezielle noch trashigere Italo-Produktionen) durchsetzen. Dafür bekommt man kurzweilige Action, Monster und die hervorragenden Schlangenmenschen, mit ihrem düsteren Anführer. Angesichts heutiger Fantasy-Edelstein wie "Der Herr der Ringe", verliert "Der Zauberbogen" natürlich zusätzlich an Boden. Trotzdem hat er seinen Charme und kann Zuschauer von damals sicher auch heute noch unterhalten.

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