Das Böse Clowns sich im Horrorgenre wohlfühlen, haben schon Filme wie "Space Invaders" oder der Klassiker "Es" bewiesen.
Mit "Stiches" liefert nun Conor McMahon seinen Beitrag zu diesem Subgenre und bringt zudem neunen Wind in das Slashergenre.
Und wie von einem Slasher zu erwarten ist die Story recht simpel.
Der kleine Tom ( Tommy Knight) feiert seinen zehten Geburtstag.
All seine kleinen Freunde sind eingeladen und neben Kuchen darf natürlich ein Clown nicht fehlen.
Recht unmotiviert stößt der Spaßmacher Stiches( Ross Noble) dabei jedoch auf Kids die das ganze nicht wirklich witzig finden und ihren Fun eher daraus ziehen den Narren zu ärgern.
Leider kommt es dabei zu einem Unfall, der Clown lässt sein Leben und die Party ist abrupt vorbei.
Sechs Jahre später, die Kinder von damals sind mitlerweile zu Teenies herangewachsen, gibt Tom wieder eine Geburtstagsfete. Stiches erwacht aus seinem Grab und nimmt blutige Rache... auf seine eigene Weise....
Conor McMahon hat ja schon mit seinem Debütstreifen "Dead Meat" bewiesen, das die Iren anscheinend nicht nur Saufen können wie die Weltmeister sondern auch für jede Menge Splatterspaß sorgen können. Genau solch ein Film ist auch "Stiches" geworden. Ein Partyfilm, ein Funsplatter, der vorallem unter einfluß Gestrensaftes für klasse Stimmung sorgen kann.
So wird dem Genreerprobten Zuschauer zwar wieder eine recht simple und in ihrem Grundgerüst bekannte Story geboten, aber durch viel liebe zum Detail und einem saftigen Kunstblutanteil setzt sich der Film doch etwas vom Einheitsbrei der letzten Jahre ab.
Die Teenies im Film, geplagt von den Problemen die ein junger Mensch in diesem Alter halt so hat, machen ihre Sache dabei wirklich anständig. So wird hier ein wunderbarer Klischeehaufen präsentiert. Da hätten wir die Rüpel, den schwulen, den Cannabisfreund, den der nur Sex im Kopf hat, den jungen Schüchternen und natürlich den dazu gehörigen Loveinterest.
Also Klischee pur, dafür aber wirklich simpatisch.
Schon bei diesen Charakteren lässt McMahon einiges an Situtationskomik einfließen und schafft es so, etwas Sympathie für die Charaktere zu erschaffen.
Und dann wäre da noch "Stiches".
Hier liefert Ross Noble in seiner ersten FIlmrolle eine wirklich Klasse Leistung ab.
Schon lebendig ziemlig arschig, verwandelt er sich als von den toten Auferstandener zum wahren Highlight.
Mit viel Witz und Charme, metzelt er sich auf überaus witzige Weise durch die Teens und hat immer einen Scherz auf Lager.
Wird durch gute Kameraarbeit gut in Szene gesetzt und sorgt in so mancher Einstellung für so manch Suspense.
Neben dem Titelgebenden Clown, sind die Splatter und Goreszenen das Highlight des Films.
DIese sind nähmlich nicht nur überraschend deftig ausgefallen, sondern auch mit viel Witz gestaltet.
Der MIx aus Handmadeeffekten und CGi bietet dabei zum Beispiel Morde durch Regenschirme, Eislöffel und noch so manch anderes makabers Clownsspielzeug.
Bei der Inszenierung dieser Kills musste ich unweigerlich das ein oder andere mal an so manchen Schabernack den ein gewisser "Freddy Krueger" in seinen Filmen abgezogen hat denken.
Fazit:
So soll Funsplatter sein. Over-the-top Morde, ein sympathischer Killer und Darsteller die wirklich Spaß bei der Sache hatten ( Wie die Outakes zeigen).Das ganze Längenlos in eine Laufzeit von knapp über 80 Minuten gepackt.
Zwar erreicht "Stiches" nie den Charme seiner Berühmten Kollegen wie Freddy oder Chucky dennoch kann ich sagen das ich gut unterhalten wurde.
Forsetzung erwünscht.
7 Punkte