Review

Zu glattgebügelt

Das ist eine Rezension der kompletten Serie. Sie besteht inzwischen aus 16 Folgen , die jeweils ca. 70 Minuten lang sind. Man kann ohne weiteres alle Filme in einer Kritik zusammenfassen, weil eine Handlung praktisch nicht vorhanden ist (mehr dazu weiter unten).

Inhalt: An einer Highschool für unterschiedliche (niedliche sympathische) Monster erleben die Schüler diverse Abenteuer.

Kritik: Problem: Die Filme sind einfach zu kindlich/kindisch.

OK, na gut, es sind "Kinderfilme", also Filme für Kinder. Aber das muß noch nichts heißen, denn es gibt durchaus Kinderfilme, die mir gefallen: Augsburger Puppenkiste (Urmel, Lukas Lokomotivführer, Kalle Wirsch). Oder auch Disney (Pinocchio, Peter Pan, Dschungelbuch).

Aber dort zeigt sich: Auch Kinderfilme können interessant sein und Konflikte haben. Pinocchio: Unartige Schulschwänzer werden auf dem Volksfest in Esel verwandelt, die in den Salzminen schuften müssen. Peter Pan: Das Kroko ist hinter Cpt. Hook her, und Cpt. Hook ist hinter Peter Pan her. Dschungelbuch: Der Tiger will Mogli fressen, aber Mogli will nicht den Dschungel verlassen. Das alles kann die Filme auch für Erwachsene interessant machen, wenn man sich drauf einläßt.

Aber bei Monster High fehlen solche Konflikte. Es ist einfach alles zu "brav". Es ist alles nur politisch correcte Tollerantz-Kuschelei, niemand ist böse, alle sind gut, und lieb, und niedlich... laaangweilig!

Dazu passend auch der Animations-Stil. So perfekt kunterbunt gelackt waren "Monster" wohl noch nie im Film zu sehen. Solche Filme zu sehen fühlt sich an, als sollte man 70 min ununterbrochen lauwarme zuckersüße Limonade ohne Kohlensäure trinken.

Was rettet das Projekt vor der Tiefstnote? Das Katzenmädel aus der Folge "Fusion". Die ist gerade mal exzentrisch genug, um mein Interesse zu wecken.

Fazit: Für Erwachsene einfach zu langweilig und für Kinder vermutlich auch. Dagegen ist ja "Das kleine Gespenst" von Otfried Preußler ein Horrorfilm.

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