Jux Jonas landet mit seinen Freunden Conrad und Oren in einem kleinen Wüstenkaff, wo einiges nicht mit rechten Dingen zu zugehen scheint: Die Bewohner verhalten sich merkwürdig und sehen in den Reisenden scheinbar nur drei unerwünschte Störenfriede. Nur der Rancher Matthew will den Fremden helfen, doch die machen schon bald ein unfassbare Entdeckung: Der Bürgermeister der Stadt ist Abgesandter des Teufels.
Zunächst mal kurz eine Verbraucherinformation. Obwohl Chuck Norris groß auf dem Cover abgebildet ist und Topbilling Status genießt, er spielt hier nur eine kleinere Rolle. Immerhin hat er aber auf die Kritiker gehört und nach dem dahingehend peinlichen Presidents Man II seine Martial Arts Ambition endgültig ad acta gelegt. Hier gibt er lediglich einen zotteligen Gutmenschen der sich als Wächter Menschheit und später sogar als beschützender Engel outet und mit seiner Zottelmatte zumindest beweist das das Coiffeur Gewerbe im Himmel qualitativ noch stark ausbaufähig sein muß.
Vielmehr beschäftigt sich die Story mit sanftem Grusel und vielen christlichen Motiven. Drei Typen kommen nach einer Flugzeugnotlandung in das kleine Kaff Ceres inmitten des texanischen Niemandslandes. Als erfahrener Zuschauer erkennt man auch gleich die warnenden Zeichen, keine Glocke im Kirchturm, die Zeit scheint vom technischen Fortschritt wenig bis nichts mitbekommen zu haben, keine Telefone oder Verbindung zur Außenwelt und seltsame Kinder, die Psychiatern auf Jahre ein gute Einkommen sichern würden. Ja, es ist was faul im Staate Texas.
Leider vermeidet man es aus diesem prinzipiell funktionierenden Setting so etwas wie einen spannenden Plot zu stricken. Es vergehen Ewigkeiten bis irgendetwas passiert oder der Hintergrund auch nur annähernd oder wenigstens verständlich erklärt wird. Ein langsamer Spannungsaufbau ist bei solchen Filmen ja sogar notwendig, aber dermaßen transusig ist dann doch übertrieben. Die drei Spaßvögel unterhalten sich quasi in Echtzeit und aller Ruhe mit dem gesamten Provinznest, ohne das sich so etwas ähnliches zusammenbraut, das dem Film das Genre Horror rechtfertigt.
Letzten Endes ist es dann aber so das mal wieder die übliche Satansclique über die Stadt herrscht, die Neulinge sollen geopfert und zu Luzifer geläutert werden, während diese an ihrem Glauben festhalten müssen. Das ist schon fast gelebte Predigt, direkt auf DVD nach Hause. Wem das nicht stört erlebt einen leidlich spannenden Grusler, der aber auch seine guten Seiten hat. Beispielsweise sind einige Oneliner recht witzig ausgefallen (sogar Chuckie darf mit dem Müll rausbringen Vorschlag einen Grinser verbuchen) und auch die Darsteller sind ganz passabel. Mit wirklichem Horror hat die Nummer aber nur wenig zu tun.
3,5/10