Review

Während in Deutschland ganz klar König Fußball die Zügel fest in beiden Händen hält, sieht es in den U.S.A. ganz anders aus. American Football, Baseball, Eishockey und Basketball erfreuen sich dort einer immensen Beliebtheit, während Fußball ein Nieschendasein fristet.
Vorallem einige Basketballspieler haben es sich schon in der Vergangenheit nicht nehmen lassen sich vor eine Filmkamera zu stellen um als Hauptrolle in einem Film zu "glänzen.
Klangvolle Namen wie Dennis Rodman, Shaquille O`Neal und sogar Michael Jordan haben ihre Basketballfelder dominiert und waren als Darsteller eher peinlich. Mit seiner Rolle in "Thunderstruck" reiht sich mit Kevin Durant, welcher momentan zu den besten NBA-Spielern überhaupt gehört, ein weiterer großer Name ein der doch lieber nur Ball gespielt hätte...

Story:
Der Teenager Brian (Taylor Gray) lebt für Basketball und seinen Lieblingsverein Oklahoma City Thunder. Wenn er nicht gerade zuschaut wie sein Lieblingsspieler Kevin Durant unzählige Punkte macht, versucht er sich selber beim Körbe werfen in der Einfahrt. Leider ist er nicht wirklich mit Talent gesegnet und seine Versuche sehen so lächerlich aus das sich selbst seine Schwester über ihn lustig macht. In der Schulmanschaft ist er nur der Handtuchhalter und der Trainer Amross ( James Belushi) kennt nicht einmal seinen richtigen Namen...
Gerade als er sich in der Schulcafeteria dem hübschen neuen Mädchen Isabel(Tristin Mays) vorstellen will, spielt der Basketballkapitän der Schulmanschaft ein peinliches Video von Brian ab und er wird zur Lachnummer der ganzen Schule.
Um ihn aufzumuntern nimmt sein Vater ihn zu einem Spiel seiner geliebten OKC-Manschaft mit. Nachdem er durch ein Losverfahren einen Wurf von der Mittelinie werfen darf, diesen aber total vergeigt schenkt ihm der Basketballstar Kevin Durant einen Ball und veredelt diesen mit seiner Unterschrift. Als Durant dem überglücklichen Brian den Ball überreicht passiert etwas unerwartetes...
Brian kann plötzlich Basketball spielen wie ein junger Gott während der NBA-Star nicht einen Korb mehr trifft...
Die Talente der beiden wurden vertauscht...

John Whitesell, welcher in der Vergangenheit für eher mäßige Komödien wie "Big Mamas House 2" oder "Malibus most wanted" verantwortlich war, legt mit "Thunderstruck" einen Film hin, welcher kitschiger und klischeebehafteter nicht sein könnte.
Wirklich in diesem für ein jüngeres Publikum angelegten Streifen wird nicht eins ausgelassen.
Klar der Film ist eher für Kids aber aus der Sicht eines Erwachsenen war das ganze einfach unerträglich.
Wie sich ein gestandener Sportprofi für solch einen Murks hergeben kann ist unbegreiflich....
Da muss schon eine Menge Kohle gefloßen sein, denn Durant macht sich wirklich extremst lächerlich.
Von Anfang bis Ende wird dem Zuschauer unwitziger Klamauk geboten.

Spoiler Anfang:

Man darf zusehen wie sich der junge Hauptdarsteller beim dribbeln den Ball in die Nüsse jagdt, wie er durch sein späteres Talent die Schulschönheit für sich gewinnt, die ihn am Ende nur wegen seiner Persönlichkeit wollte ( ja,klar). Wie er all seine echten Freunde verliert, die dann am Ende doch wieder zurückkommen und natürlich wie er sein Talent wieder weg gibt um super scheiße zu spielen, damit er im entscheidenden Spiel den entscheidenenden Punkt in letzter Sekunde macht.
Zwischendrin gibts noch peinliche Szenen in welchen der Manager Durants versucht durch Hokospokos seinem Klienten das Talent wieder zu geben. Und man darf Durants Mutter im Cheerleaderoutfit herumturnen sehen. Gespielt von seiner tatsächlichen Mutter (!).

Spoiler Ende.

Selbst ein Jim Belushi kann den Film nicht retten.
Wobei er den Rest des Casts als Siegeshungriger Trainer noch in den Schatten stellt.
Der junge Hauptdarsteller Taylor Gray läuft drei viertel des Films mit dem selben doofen Grinsen durch die Szenerie, sein Love interest Tristin Mays spielt höchstens auf GZSZ Niveau und Kevin Durant....
Kevin Durant ist von all den NBA-Spielern die es sich zugetraut haben in einem Film zu spielen mit Abstand der schlechteste.
Meist mit dem gleichen Gesichtsausdruck versehen merkt man in manchen Szenen wie er fast lachen muss und sich wirklich zusammen reißt. Irgendwie kommt es so vor als würde er sich denken: " was mache ich hier bloß, für einen Scheiß".

Einzig ein paar Cameos haben es geschafft mir ein Schmunzeln zu entlocken.
Neben Conan O´Brien ( moderator in den U.S.A.), gibts hier einen kurzen Auftritt von Shaq gemeinsam mit Charles Barkley zu sehen.

Fazit:
Nun gut ich bin kein Kind mehr, sodass ich diesen klar an Kinder gerichteten Film nur aus Sicht eines Erwachsenen bewerten kann. Möglicherweise gefällt es den kleinen ja, für mich war "Thunderstruck" mit das schlechteste was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Schlechte simpel zusammengeklaute Story, Klischees an allen Ecken und Enden und unterirdische Schauspieler. Da ich den Cameos etwas abgewinnen konnte und weil einige echte Basketballszenen zu sehen waren, schafft es der Film auf 2 Punkte.
Liebe Eltern, da zeigt euren Kids lieber Space Jam... oder etwas von Disney.

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