kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 15.09.2013*
Wie die meisten Ferrell-Filme folgt auch dieser vor allem der Grundidee, die in erster Linie viel Reibungspotenzial bieten muss und diverse Szenarien auf dem Silbertablett servieren sollte, bei denen die Darsteller szenenweise bis zum Kragen in Peinlichkeiten versinken. Das war bei „Stiefbrüder“ so, bei „Die Eisprinzen“, „The Anchorman“ und natürlich ist das auch so, wenn zwei Kandidaten um ein politisches Amt aufeinandertreffen. Ferrell und Galifianakis begegnen sich – abgesehen von der Körpergröße – dabei voll und ganz auf Augenhöhe, und das ist es gerade, wovon der Film lebt – er eröffnet einen unberechenbaren Schlagabtausch und schiebt jedem mal den schwarzen Peter zu, so dass beide mitunter wie Vollidioten aus jeder Runde gehen. Das von der Anlage her schon versprochene Kabinett der Peinlichkeiten lässt auch nicht lange auf sich warten, die Haupdarsteller wissen durchaus, wie sie sich angemessen zu blamieren haben. Als Politsatire lässt „Die Qual der Wahl“ allerdings den notwendigen Biss und auch die Tiefe vermissen; eher werden Allgemeinplätze gestreift als konkrete Bezüge vorgenommen. Man sollte also schon reinen Klamauk erwarten, dann lässt sich „Die Qual der Wahl“ trotz teils schwankender Mittel und Wege des Humors und einer daraus entstehenden Disharmonie durchaus gut konsumieren, zumindest bis zum schlaffen Hollywood-Ende.
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