Review

Den "Spring Break" können die Amis feiern ohne Ende. Sie geben richtig viel Geld aus, um sich halbnackt und unter Einnahme von Alkohol oder sonstigen Drogen den vorhandenen Kameras zu präsentieren, wobei das Gewicht an Silikon meistens das der Gehirnmasse übersteigt.
Auch für vorliegenden Splattertrash sollte man in der Lage sein, komplett auf Durchzug zu schalten, wenn man dieses nicht bereits durch diverse Alkoholika erledigt hat.

Rebecca möchte ein paar Tage Spring Break mit ihren alten Freundinnen in Manatee Creek an der Küste Floridas verbringen. Schon bald gesellen sich ein paar gleichaltrige Typen hinzu und ein Killer unter einem Mönchskostüm, der schon bald die mittelalterliche Axt schwingt...

Nach dem Prolog in Form eines Alptraums von Rebecca, erschließt sich sogleich, woher dieser rühren mag, als Rebeccas bibeltreue Mutter ins Spiel kommt und ihrer Tochter ein paar untypische Utensilien einpackt. Nach dem obligatorischen Zwischenstopp an der Tanke geht es direkt zum Feiern über, während parallel ein paar TV-Spots der "Crazy Girls" eingebunden werden, in denen unter anderem Porno-Urgestein Ron Jeremy auftaucht.

Allerdings hat man nach gefühlten zwei Stunden Arschwackeln und Tittenwippen deutlich genug, denn ansonsten geschieht unter der Sonne Floridas rein gar nichts. Immerhin wird ein Klischee gebrochen, indem sich eine der Girls, wenn auch im betrunkenen Zustand einen auffallend dicken Nerd an einer Bar schnappt und mit ihm davon zieht, was folgerichtig die ersten Opfer sind. Leider fallen sämtliche Morde komplett unspektakulär aus, da diese einerseits zu kurz abgehandelt werden und andererseits keine Spannung erzeugen.

Zwar sehen die handgemachten Splattereffekte wie aufgeschlitzter Bauch, abgetrenntes Bein, abgehackte Hand oder offener Schädel in Ordnung aus, doch leider bleibt die Axt das einzige Mordwerkzeug. Die Identität des Killers ist indes fast schon seit Beginn erahnbar, da der leicht zynische Unterton den prüden Amerikanern einige Male den Spiegel vorhält.
Der Showdown vermag letztlich kaum an der Spannungsschraube zu drehen, stattdessen gibt es den einzig gelungenen Lacher aufgrund eines unerwarteten Körpereinsatzes.

Dennoch ist der Streifen weit davon entfernt, locker zu unterhalten oder gar Hochspannung zu erzeugen. Die meiste Zeit über albern die immerhin ansehnlichen Damen halbnackt herum, es gibt den Ansatz einer Dreiecksgeschichte und ein Problem mit einem Stalker, doch demgegenüber bleibt der Killer reichlich konturlos, während zu viele Tanzeinlagen mitsamt einiger obszöner Bemerkungen nach einiger Zeit auf den Geist gehen.
Schauspielern kann da auch niemand und nach beinahe 100 Minuten Laufzeit ist der lieblos aufgezogene Slasher vorbei. Endlich.
Knapp
3 von 10

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