Review

Spoiler-Warnung!

Curtains ist ein in Vergessenheit geratener Beitrag zur Slasher-Welle Anfang der 80er.
Die Produktion wurde von Problemen überschattet, was den uneinheitlichen Gesamteindruck erklären mag, den der Film hinterlässt. Die Dreharbeiten, für die ca. drei Monate geplant waren, zogen sich über ein Jahr hin, nicht zuletzt da der Regisseur das Handtuch warf bzw. gefeuert wurde. Im Vorspann wird als Regisseur nun das Pseudonym Jonathan Stryker genannt, was zugleich der Rollenname einer der Hauptpersonen des Films (einem Filmregisseur) ist. Insgesamt kann der Streifen leider nicht überzeugen, zum Einen weil keine Identifikationsfiguren da sind (die meisten Charaktere sind zu unsympathisch gezeichnet ), zum Anderen wegen der hingeschluderten Auflösung.
Der Film enthält aber auch ein paar sehr gelungene Sequenzen, z.B. als eine der Darstellerinnen beim Eislaufen auf einem zugefrorenem See von dem maskierten Killer mit einer Sichel angegriffen wird (Mordszenen in Zeitlupe gefallen mir immer besonders gut). Gegen Ende gibt es eine nervenzerrende Verfolgungsjagd in einer mit Filmrequisiten vollgestopften Halle. Hier wird der geübte Zuschauer auf eine falsche Fährte gelockt: nachdem die anderen Opfer ohne viel Aufhebens ruckzuck abgemurkst wurden rechnet man damit, dass das Mädchen welches die Morde entdeckt und dem Killer (zunächst) entkommt, überleben wird. Falsch gedacht.
Für Gorehounds ist der Film nicht geeignet, da der Blutgehalt sehr niedrig ist und während der Morde meistens nur das Gesicht des jeweiligen Opfers in Großaufnahme gezeigt wird.

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