"La Luna" oder zu deutsch "Mondlicht" erinnert dezent an den vom gleichen Studio produzierten Kurzfilm "Die EinMannBand". In beiden, von Pixar wunderbar animierten, Filmen spielt die Entscheidung zwischen zwei Parteien eine tragende Rolle und die Auflösung erfolgt schließlich anders als zunächst vermutet.
So wie im zugehörigen Hauptfilm "Merida" geht es um Eigenständigkeit und Familie. In märchenhafter Form eröffnet "Mondlicht" ein Szenario in dessen Mittelpunkt ein kleiner Junge steht. Mit seinem Vater und Großvater seilt er sich zum Mond hinauf um ihn von leuchtenden Sternen zu säubern. Dabei kommt es zu einem inneren Konflikt, denn bei der Werkzeugwahl des Jungen wollen beide Verwandte das vorrecht in ihre Fußstapfen zu treten.
Ungewohnt schlicht ist die Inszenierung und die Erzählweise ausgefallen. Mal von der fantastisch angehauchten Kulisse abgesehen, finden sich keine Höhen und die Handlung hat kaum etwas zu erzählen. Ebenso ungewohnt: Der Humor ist bis auf ein, zwei Momente völligst unauffindbar.
Ein weiterer Verweis auf "Merida" sind die puppenhaften Figuren mit ihren verniedlichten Zügen. Technisch kann "Mondlicht" ohnehin wesentlich mehr als erzählerisch. Neben spektakulär natürlichen Wassereffekten sind vor allem die Details bei der Ausleuchtung wegweisend.
Kurzfilm mit wenig Inhalt, einer klaren Moral und tollen Bildern. Pixar konnte aber schon mehr in seinen 7-Minütern unterbringen.
4 / 10