Review

Über den Plot möchte ich gar nicht  allzu viele Worte verlieren. Darüber wurde hier bereits zu Genüge berichtet. Eines vorab: es dauert eine gewisse Zeit bis man überhaupt ahnt worum es im Film gehen könnte und welches Thema der Film "zu behandeln versucht".

Man mag diesen Schinken einen Kunstfilm nennen, das ist er in gewisser Weise auch. Allerdings schafft der Film nicht das was er zu schaffen versucht! Man wartet die ganze Zeit bis was passiert und gibt dem Film eigentlich nur eine Chance ihn bis zum Ende durchzustehen, wegen der großartigen Schauspieldarstellungen von Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman. Den Rest kann man sich eigentlich schenken! Man hofft zwar immer dass am Ende noch was unerwartetes und prägendes passiert, nur leider Fehlanzeige!

Man möchte denken oder hoffen dass Regisseur Anderson hier nach überzeugenden Werken wie Boogie Nights, Magnolia ein weiteres Mal einen Meilenstein setzen kann. Dieser Film ist jedoch kein Vergleich zu den genannten!

Der Film dreht sich um ein ernstzunehmendes Thema und die Anspielung auf die Geschiche des Aufbaus einer Sekte ist nahezu unübersehbar. Dass es sich hier allerdings um das sehr bekannte Scientology handeln sollte, wird nicht näher thematisiert. Natürlich auch,...denn davor sträubt sich die USA ja auch, was aufzeigt wie feige man diesem Thema auch heute noch gegenübersteht!
Alles in allem ein viel zu langatmig geratener Film, der sich unnötig in die Länge zieht und ein wichtiges Thema leider viel zu vorsichtig behandelt. Am Ende fragt man sich eigentlich nur, welche Aussage der Film nun hat und was uns der Film sagen will. Die Antwort lautet: leider gar nichts!

Die 3,5 Punkte einzig und allein für die klasse Hauptdarsteller. Allen voran Joaquin Phoenix, den ich zu einem der besten Schauspieler seiner Generation zähle. Leider ist seine Rollen- bzw. Filmauswahl nicht immer sehr glücklich!

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