kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 08.06.2014
Das Kleinstadtdrama alterniert die althergebrachte Episodenstruktur insofern, als dass nicht mehrere Erzählstränge parallel erzählt werden, sondern ein einziges kausal gebildetes Ereignis mit der Perspektive verschiedener Figuren, teils auch in verschiedenen zeitlichen Epochen, wiedergegeben wird. So werden die Hauptakteure fast wie bei einem Staffellauf ausgetauscht, was dem Aufbau eines klassischen Dramas einen durchaus angenehmen Bruch versetzt. Zu Beginn erscheinen aber sowohl Drehbuch als auch die Regie mit ihren ästhetischen Experimenten frischer und ambitionierter; später geht dem Film trotz anhaltend starker Darstellerleistungen ein wenig die Luft aus, was den Gesamteindruck etwas trübt. Dennoch ein hochinteressanter Film, alleine schon wegen der ungewöhnlichen Fokussierung auf unterschiedliche Fixpunkte in der Erzählung.
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