Review

FOUND stand schon ziemlich lange auf meiner Watchlist. Durch ein nettes Angebot, bekam ich das Mediabook im schickeren Cover A für 15 Euro.

Vorweg einmal gemerkt, das Budget für den Film betrug 8000 Dollar, so dass ich wirklich sagen muss das man hier echt das Beste rausgeholt hat. Im Amateurbereich darf man FOUND auf keinen Fall ansiedeln. Zugegeben, die deutsche Synchro ist jetzt nicht 1a und klingt zwischendurch etwas laihenhaft und lustlos. Das tut dem Ganzen jedoch keinen Abbruch, da es zwar leicht auffällt, mich aber so gut wie gar nicht störte. Die Schauspieler sind fast alle Neulinge in der Branche und weisen bisher keine großen Taten vor. Genau deswegen bin ich auch über deren Acting recht begeistert, denn vor allem der kleine Marty spielt seine Rolle verblüffend gut. Trotz des geringen Budgets sind die Gore-Effekte, welche stellenweise recht häufig auftreten, echt gut umgesetzt und auch allesamt hand-made. In einem angenehmen Tempo wird man durch Marty's Voice Over durch den Film gefädelt. Das sein Bruder Steve ein Serienmörder ist, verrät nicht nur der Titel, das wird nämlich auch sehr früh im Film preisgegeben. Der Score hält sich zurück und ist nicht aufdringlich, sondern ruhig bis verstörend.
Man kann FOUND sogar als kleinen Sicko bezeichnen, jedoch merkt man gegen Ende dass man zwingend versucht möglichst heftig zu wirken. Wobei die Schlussszene nun wirklich gut sitzt...

Fazit:
Ein Drama, welches mit der Zeit immer mehr Horrorelemente aufweist um später einen kompletten Genre-Twist durchzumachen. Man erschafft hier aus relativ wenig einen amtlichen Horrorfilm der Spaß macht. Allerdings mit einigen Logiklöchern und unnachvollziehbaren Handlungen.

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