Review

Es ist in gewisser Hinsicht legitim, die eigene Crew zu animieren, in einer internationalen Filmdatenbank die Höchstwertung abzugeben, um damit die Durchschnittsnote zu pushen, doch nach dem fünften schlechten Film in Folge wird es auffällig peinlich. Autor, Regisseur, Produzent und Kameramann Adam Ahlbrandt sollte einfach aufhören zu drehen, denn wer nach sechs Jahren im Geschäft noch nicht einmal einen simplen Slasher hinbekommt, kann schlichtweg einpacken.

Stripperin Heather will mit ihrer Freundin Bunny eigentlich aus der Szene aussteigen, doch während eines Deals in einer Lagerhalle wird die Gruppe von einem religiös motivierten Killer heimgesucht...

Das Werk sieht in jeder Hinsicht nach Amateurproduktion aus und um das zu erkennen muss man nicht einmal ansatzweise Genrefan sein. Die Laien performen unter aller Sau, die passende Synchro ist wieder die der schlechtesten Sprecher Deutschlands, die Dialoge befinden sich unterm Niveau eines vollgedröhnten Stammtisches und meistens auch unterhalb der Gürtellinie, während der Killer unmaskiert wie die Rübezahl-Ausgabe von Maniac Manson aussieht, mit umwickeltem Leinentuch jedoch wie der letzte Hampel, der sich ebenso lümmelhaft durch die langweiligen Räume der Lagerhalle bewegt.

Das Rotlichtmilieu bietet zwar erwartungsgemäß ein wenig nackte Haut, doch eine Augenweide befindet sich weit und breit nicht unter den Damen, - die Hauptdarstellerin wirkt, nicht zuletzt aufgrund der übermäßig vielen Tattoos sogar ein wenig unförmig, die Typen gehen jedoch zumindest halbwegs als schmierige Zuhälter durch.
Die erste halbe Stunde besteht schließlich nur aus dämlichen Dialogen und nichtigen Handlungssequenzen, doch auch im leer stehenden Gebäude wird es kaum spannender.

Der Killer mit dem kleinen Hammer schlägt einige Male zu, dabei werden auch mal eine Handfläche durchlöchert, Finger abgetrennt und eine freie Fläche in den Handrücken gestanzt, doch die durchweg handgemachten Effekte sind zu durchschaubar in Szene gesetzt, da eine Perücke mit etwas Schinkenkotelett in Blutmarinade nicht sonderlich menschlich daherkommt.
Diverse Versteckszenen erzeugen derweil keinerlei Suspense und auch wenn eine Handvoll Tracks des Scores aus dem Indiebereich okay sind, so passen sie doch nur selten zum Geschehen.

So spricht man permanent übers Dönern, es wird hier und da geknutscht, Schnee geht durch die Nase, liegt aber auch draußen, das meist genannte Wort (vom Killer) ist Hure (geschätzte 60 Mal) und nach dem eigentlichen Showdown werden noch 10 Minuten mit unglaubwürdigen Taten dran gehängt, um zumindest auf eine Laufzeit von 65 Minuten zu kommen, bevor der erlösende Abspann einsetzt.

Das zweckdienliche Make-up sticht da fast schon positiv hervor und die Einblendung "H.I.V." bei einem unrühmlichen Akt löst sogar einen schwarzhumorigen Schmunzler aus, doch der Rest ist Grütze jenseits des Verfallsdatums. Den können auch Genrefans auslassen, die ansonsten jeden Feld - und Wiesenslasher mitnehmen, denn spannungsärmer lässt sich so ein Debakel kaum inszenieren.
2 von 10

Details
Ähnliche Filme