Review

Chile ist nicht unbedingt bekannt dafür, Zombiefilme auf den Markt zu bringen. Dies war mit ein Grund, warum ich mir ZOMBIE DAWN überhaupt angesehen habe.
Schon zu Beginn werden die Weichen für das Movie gestellt: irgendwie wirkt das ganze Teil unangenehm!
Der Realismus der ersten Minuten geht tief unter die Haut. Fast schon glaubt man von einer Doku-style-Atmosphäre überzeugt zu werden. Dann kippt der Film in eine völlig andere Richtung. Statt Zombies gibt es sehr eindringlich dargestellt ein überwiegend männliches Suchteam, das in verbotenen Zonen umherstreift. Eine raue Synchro und raue Szenen wechseln sich ab. Gewaltspitzen zeigen sich – jedoch nicht unbedingt gegen die Zombies gerichtet. Der Ton ist humorlos, das Gezeigte tut weh. Höhepunkt an filmischer Gewalt ist keine Splatterszene – die sind eh rar – sondern eine widerwärtige Vergewaltigungsszene. Nun ist die Storyline – wie bei den meisten Zombiefilmen – nicht sehr komplex, aber hier ist man auch meilenweit von der amerikanischen Filmindindustrie entfernt. Alles wirkt hier authentischer, grobkörniger und schmerzhaft echter. Die trübe Hoffnungslosigkeit, die auf dem Film lastet wie ein Pesthauch, kommt beim Zuschauer vollständig an.

Unterm Strich kann ich ZOMBIE DAWN jedem Zombiefilmfan empfehlen, der mal einen Außenseiterfilm jenseits des amerikanischen Showbizz sehen möchte. Actionfans seien gewarnt: ZOMBIE DAWN ist ernster anders als das übliche hollywood'sche Allerlei.

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