Rob Zombie-Filme kann man/frau mögen - muss es aber nicht. Außerdem sollte man bei den Film-Ergüssen des Regisseurs unterscheiden zwischen anti-mainstreamig und mainstreamig.
Der vorliegende Film THE LORDS OF SALEM wandelt auf blutig ausgetretenen Wanderpfaden für eingefleischte Horrorfilmfans, was bedeutet, dass es hier inhaltlich KEINE einzige Überraschung gibt, die man nicht schon aus zig anderen ähnlich gelagerten Filmen kennt.
Frage: Ist das ein Fehler? Nein, finde ich.
Natürlich erwarten viele von einem Rob Zombie-Film etwas, das sie hier nicht bekommen. Die schräge Video-Optik mit schrill brutalen Szenen bleibt hier außen vor.
Die Kameraeinstellungen sind eher klassischer Natur. Die Story plätschert, bietet keinerlei Atemlosigkeit. Man/frau benötigt Sitzfleisch und Geduld bis das Finale kommt, das KEINEN erstaunt.
Die Besetzung ist ein wahrer Hingucker. Es ist schon hammermäßig, wer sich alles bereiterklärt hat, in diesem Streifen mitzuspielen.
Die Rollen, der Schwarzhumor, die wenig vorhandene Brutalität sitzen in den Szenen. Düster ist er, manchmal hypnotisch verworren und im Vergleich zu anderen Rob Zombie-Filmen sehr pflegeleicht für ALLE Horrorfans inszeniert.
Wer damit leben kann, wird bestens unterhalten.
Und ja, er hat WIEDER seine Ehefrau fokussiert in Szene gesetzt. Lasst ihn doch - sie spielt doch gut!