Review

Filme die Nazis, Zombies, Krieg und sonstiges versuchen in absurder Form zu kombinieren sind schon fast nicht mehr zählbar. Und wenn schon in den auch hier abgedruckten Werbesprüchen von NAZI ZOMBIE BATTLEGROUND nicht nur lächerliche Superlative ("der Zombiehit des Jahres", "extremen Zombie-Splattereinlagen") und sogar Schreibfehler zu finden sind, weiß der geneigte Trashfan auf was er sich einzustellen hat. Das Machwerk mit dem etwas ruhigeren Originaltitel BATTLEFIELD DEATH TALES präsentiert sich sogar mit gleich 3 verschiedenen Geschichten von 3 Regisseuren. Wer auf Zombies in allen Lebenslagen steht sollte gleich die Flucht ergreifen, die gibt es hier so gut wie gar nicht.

Und "Splattereinlagen" etwa in der Menge wie in einer durchschnittlichen Sandmännchen Folge. Inhaltsangaben zu den 3 Geschichten erspare ich mir mal. Das ist eh Nebensache. Aber die "Action-Highlights" und ob NAZI ZOMBIE BATTLEGROUND an die selbstgesetzten Ansprüche anknüpfen kann werde ich als Euer Film-Leichenfledderer versuchen wiederzugeben. Verbindend zwischen den Teilen ist die Tatsache, dass man das Phänomen der für andere Länder immer noch so interessanten und geschichtlich schaurigen Nazis für Kriegsszenarien und sonstigen Nazispuk auszuschlachten versucht.

Es beginnt mit einer peinlichen Texttafel die Ironie und Humor gleich mit dem Dampfhammer in den Zuschauer zu prügeln versucht: "Liebe Geschichte, wir haben uns einige Freiheiten genommen, sorry, in Liebe, Jim, Al und Pat, xxx (Kuss, Kuss, Kuss)". Fremdschämen pur! Schon die erste Folge "Medal of Honor" ist einfach nur langweilig und beginnt mit einem stupiden Dialog von fast 15 Minuten Laufzeit ohne dass etwas passiert. Und das bei einem Kurzfilm. Zombies gibt es übrigens nicht, sondern einen kostümierten Nazi-Affen in einem roten Phantasiekostüm mit grobschlächtiger Latex-Zombie-Karnevalsmaske.

Es entwickelt sich dann ein Kämpfchen, dass in etwa so realistisch aussieht, wie eine Horde betrunkener Grundschulkinder die Kung-Fu Filme nachäffen. Dies ist tatsächlich der unterhaltsamste Moment der Folge. Gewalt oder gar "Splattereinlagen" Fehlanzeige. Unnötig zu erwähnen, dass man die Wortfetzen zwischen den Beteiligten kaum als Dialoge bezeichnen kann. Die Synchronisation ist diesem Niveau entsprechend angepasst auch wenn ich schon schlechteres gehört habe. Selbst die Uniformen wirken manchmal wie aus einem billigen Secondhand Laden zusammengesucht und das Label "low-budget" springt einem überall ins Gesicht.

Später gibt es noch ein wenig Blutkotze und Nazi-Schergen die wie eine Mischung aus monströsen Mücken und Aliens mit Gasmaske aussehen. In der nächsten Folge "Harriet's War" wird dann tatsächlich etwas Handlung und Atmosphäre simuliert, bis dann Nazi-Geister mit den berühmten Kreuzen auf den Augen und gar nicht so schlechten Effekten für die trashigen Momente zur Unterbrechung der Langeweile in dieser Folge sorgen. In "Devils of the Blitz" gibt es dann kleine schleimige Aliens die Luftschutzkeller Insassen gar wenig Freude machen und ungefähr 30 Sekunden im Bild sind. Nichts großartiges, aber aus meiner Sicht die "beste" beste Folge der grotesken Zusammenstellung.

In Summe allerdings sind alle 3 Episoden nicht mal den Preis eines DVD-Rohlings wert. Wer meine Texte kennt weiß, dass ich auch schon dem größten Schwachsinn noch etwas Positives abgewinnen konnte, aber NAZI ZOMBIE BATTLEGROUND bietet auch härtesten Trashfreunden keinen Ansatz für unterhaltsame Aspekte. Man war natürlich auf das Schlimmste eingestellt, aber so dreist übertrieben und gelogen wurde in der PR für einen Film auch nur selten. Sorry, dass ich hier nichts Positiveres berichten kann.

1,5/10 Halloweennazi-Masken....äh,....Punkten

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