Die fünf Geisterjäger sind wieder unterwegs, allen voran die sprechende Deutsche Dogge Scooby und sein gefräßiger Angsthasenkumpan Shaggy. Und nachdem in diesem Abenteuer gleich drei Geister ihr Unwesen treiben, findet sich am Ende wieder eine lustige Auflösung, die in Richtung „Drei Fragezeichen“ tendiert: Es gibt für alles eine natürliche Erklärung.
Die fünf Freunde wollten eigentlich nur am Camp „Kleiner Elch“ eine schöne Zeit verbringen und die Kinder bei den Freizeitaktivitäten begleiten, doch das Gelände scheint wie ausgestorben. Kurz darauf werden sie mit der Lagerfeuerlegende des Waldarbeiters konfrontiert und müssen sich fragen, warum der Unhold alle zu vertreiben versucht…
Als die Zeichentrickserie anno 1969 an den Start ging, war kaum absehbar, wie viele abendfüllende Geschichten und sogar Realverfilmungen im Lauf der Jahrzehnte hinzukommen würden. Das Positive ist: Der Zeichentrickstil hat sich kaum verändert, die markanten Figuren haben nichts von ihrem Charme eingebüßt und die Zeichnungen sind nach wie vor angemessen schlicht und voll auf die Figuren konzentriert.
Die Geschichte selbst ist in ein angemessenes Setting eingebunden, denn Lagerfeuergeschichten haben schon so manche geisterhafte Erscheinung zutage gefördert und so ist es hier der Waldarbeiter, ein axtschwingender Hüne mit schwarzem Konterfeit und langen Zähnen, der regelmäßig aufkreuzt und unsere Truppe aufmischt. Später kommt noch ein Fischmonster hinzu und phasenweise ein fliegender Dämon, genannt das Gespenst vom Schatten-Canyon.
Somit haben wir es streckenweise mit drei parallel erzählten Handlungssträngen zu tun, welche für ordentlich Tempo und Abwechslung sorgen und auch die drei Kinder erfüllen lustige Klischees in Form des mutigen Sportlers, des dicken Asthmatikers und der emomäßigen Computerspezialistin, welche sich stets mit figurentypischen Eigenschaften einbringen.
Ansonsten geht es wie gewohnt turbulent zu, es kommt zu einiger Action und vor allem gelungener Situationskomik mit gutem Timing und liebenswertem Humor. Ob es der alltägliche Ablauf im Sommercamp ist, ein Sturz die Stauermauer herunter oder die Flucht aufs Dach mit abschließenden unsanftem Aufprall, - viel Zeit für Ruhepausen bleibt nicht und zwischendurch rätselt man insgeheim mit, wer die Besucher aus welchen Gründen aus dem Camp vertreiben will, was am Ende in einer gewohnt hanebüchenen Auflösung mündet.
Mit seinem Debüt hat Regisseur Ethan Spaulding das Herz der Serie bewahrt und die Figuren phasenweise sogar recht pointiert in den Mittelpunkt gerückt, denn kleine Eifersüchteleien gehören genauso dazu, wie der ungehemmte Appetit des sprechenden Hundes, als auch ein paar lustige Randfiguren, welche das Geschehen zusätzlich erheitern.
Eine spaßige und recht kurzweilige Episode um Scooby und seine Freunde, für Fans und Freunde der Reihe auf jeden Fall eine Sichtung wert.
7 von 10