Review

Als trashig oder unfreiwillig komisch würde ich "Howling 2" nicht bezeichnen. Die Werwolfkostüme sind eigentlich ganz ok, auch wenn die Tiere nicht wirklich wie Werwölfe sondern eher wie braune Yetis oder so aussehen, und die Schauspieler rund um Christopher Lee sind auch ganz in Ordnung. Trotzdem oder gerade deswegen kann die Fortsetzung zu Joe Dantes berühmtem Werwolfklassiker nicht wirklich überzeigen.

Philippe Mora hat es einfach nicht geschafft Spannung zu erzeugen. Im Grunde ist ja von vornerein klar was passieren wird. Während des Fest des vollen Mondes werden Karen und ihre Werwölfe zum Leben erwachen, doch natürlich stellt sich ihr Bruder in den Weg und hält sie auf. Alles verläuft genau nach Plan, es gibt keine überraschenden Wendungen und das Finale ist unspektakulär und unspannend, wie der ganze Film. Einbisschen unfreiwillige Komik hätte "Howling 2" gut getan.

Philippe Mora hat scheinbar einige Dinge durcheinander gebracht:
1. Knoblauch hilft zwar gegen Vampire, aber nicht gegen Werwölfe.
2. Normalerweise reicht gewöhnliches Silber ja vollkomen aus um einen Werwolf zur Strecke zu bringen, Karen ist jedoch ein ganz besonders mächtiger Werwolf und um sie töten braucht man Titan, warum auch immer.
3. Wenn es Vollmond wird erwacht der Werwolf zum Leben. Karen ist angeblich auch ein Werwolf, als es jedoch Vollmond wird verwandelt sie sich nicht sondern bleibt ein Mensch. Vielleicht gehört sie zu einer neuen Spezies Werwolf die in der Lage ist zu kontrollieren ob sie sich verwandeln will oder nicht.

Fazit: "Howling 2" ist um Längen besser als der absolut unterirdische dritte Teil, weil dieser hier nicht ganz so langweilig ist, von einem guten Werwolffilm kann aber keine Rede sein.

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