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Ein geheimes Regierungsprojekt versucht, das "Philadelphia Experiment" aus dem 2. Weltkrieg wieder herzustellen, das Kriegsschiffe unsichtbar machen sollte. Als das gelingt, wird plötzlich das originale Kriegsschiff in die Gegenwart katapultiert, welches 1943 bei dem ersten Versuch verschwand. Doch das Schiff bringt auch Tod und Zerstörung mit in das 21. Jahrhundert. Nun liegt es an dem einen, letzten Überlebenden des ersten Experiments, die Katastrophe zu stoppen.

Den neuesten Beitrag um die nebulöse Geschichte der USS Eldrige leistet der umtriebige SyFy Channel. Die Geschichte des Originals wird aufgenommen und einfach in der Neuzeit weitergesponnen, denn die Regierung erweist sich mal wieder als lernresistent und experimentiert erneut mit den damaligen Erkenntnissen, mit dem Ziel Fahrzeuge mit einer Tarnkappe zu versehen und schlicht unsichtbar zu machen. Solche Unvernunft wird ja gemeinhin bestraft und auch hier wird ein destruktiver Fluß durch Raum und Zeit eröffnet, die Eldridge shiftet sich von einem Ort zum nächsten, landet dabei in Hochhäusern und Atomkraftwerken, so daß der Weltuntergang nur vermieden werden kann, wenn der olle Kahn in seine Zeit zurück transferiert wird.
Für SyFy Verhältnisse ist das Endprodukt gar nicht mal so übel, was aber noch lange nicht heißt, das wir es hier mit einem guten Film zu tun haben.Das Allerwichtigste hier ist allerdings, das man vor dem Einschalten sein Logikzentrum in den Off-Modus versetzt. Das Drehbuch versucht hier Sachen wie Zeitreisen, Unsichtbarkeit, Dematerialisation, Raum-/Zeitkontinuum oder Teleportation unter einen Hut zu bringen und selbst für einen Laien ist offensichtlich, das dies und die ganzen Technikdialoge wissenschaftlich gesehen ziemlichen Bullshit darstellen.
Nett ist dagegen das man mit Michael Pare den damaligen Hauptdarsteller wieder gewinnen konnt, wenn auch in einer ganz anderen Rolle. Hier gibt er das Äquivalent des Terminators der Von der Regierung beauftragt ist, einen Überlebenden der Zeitreise und dessen Helfer zu eliminieren. Damit ist er der Zuständige für die wenigen Action Szenen, einer Autoverfolgung durch den Wald und einer Schießerei vor dem Forschungsgebäude. Malcolm McDowell, immer gern gesehen,  darf auch einen Cameo absolvieren. Keiner leistet dabei Großartiges, aber im Vergleich zu den Pappnasen die sich sonst in solchen Filmen tummeln, werten solche Auftritte auch eine preiwerte Produktion deutlich auf.
Viel hat man nicht verpaßt, wenn man die neueste Variante des Experiments nicht gesehen hat, der Film kann leidlich unterhalten ohne zu glänzen. Großer Leerlauf oder überflüssige Love Stories ließ man erfreulicherweise weg, die CGI ist für diese Preisklasse auch ganz ok und hirnzermarternden Dialoge sind eine echte unfreiwillige Lachparade, aber die Qualität des Originals ist eben noch einige Quantensprünge entfernt.
5/10

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