Franks Bewertung

starstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

12.05.2014
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Review

von Frank Trebbin

Die Brüder Reg und Lindsay Morgan führen das kleine Unternehmen „Blood and Bone“, welches Dünger für die umliegenden Farmer herstellt. Und weil sie einst heimlich die Körper von Verkehrstoten ihrer Bio-Masse zugeführt hatten, ist ihr Dünger auch der Renner! Doch nun fehlt den Morgans wieder diese „besondere Zutat“, um eine Großlieferung für einen wichtigen Kunden fertigzustellen, und so kommt der leicht debile Reg auf die Idee, drei Teenager, die auf dem Weg zu einem Rockkonzert sind, von der Straße weg zu kidnappen...

So weit und staubig das australische Hinterland ist, so zäh und langsam entwickelt sich auch diese Farmhouse-Horrorkomödie aus down under. Das erste Drittel wird damit über die Runden gebracht, in dem man das mehr als übersichtliche Figurenensemble weitschweifig einführt und den Zuschauer mit Dialogen überschüttet, bei denen die Witze nur selten wirklich zünden. Doch hier und da blitzen kleine Verbeugungen vor den vielen Trash-Granaten des Genres auf; der geneigte Zuschauer fühlt sich an Andy Milligan, Ted V. Mikels oder in den blutigeren Szenen gar an H. G. Lewis erinnert. Doch damit nicht genug: Anstatt sich Cameron und Colin Cairnes, die „100 Bloody Acres“ als Brüder zusammen inszeniert und geschrieben haben, auf die vielen geborgten Horrormotive konzentrieren, müssen die beiden auch unbedingt noch „American Pie“-Terrain betreten und Gags um Drogenmissbrauch und Rentnersex unterbringen. So ist aus ihrem „100 Bloody Acres“ einer jener häufigen Genrestreifen geworden, die man entweder sehr gut findet oder ihn komplett ablehnt. Ich halte ihn schlicht für überflüssig und langweilig. Auf DVD und BD 2,35:1. Mit Damon Herriman, Angus Sapson, Anna McGahan, Oliver Ackland u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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