Von vielen Parodien der letzten Jahre blieb meistens nicht viel hängen, da oftmals nur platte Gags aneinander gereiht wurden, die mit der eigentlichen Geschichte wenig zu tun haben.
Auch "Supernatural Activity" ist so ein typischer Fall, wie man Found Footage eben nicht durch den Kakao ziehen sollte.
Die titelgebende Reality Serie wird vom Scharlatan Damon (Andrew Pozza) geleitet. Er und seine Kollegen werden nach Hicksville, Texas beordert, wo einige Anwohner auf den sagenumwobenen Smallsquatch gestoßen sein wollen. Die kleine Ausgabe des Yeti ist allerdings nicht das einzige Problem der Crew...
Natürlich lädt die Reihe um "Paranormal Activity" geradezu dazu ein, unheimliches Treiben vor Überwachungskameras zu veräppeln, doch dies gelingt genau nur einmal, als eine Kamera vorm Bett einige skurrile Aktionen eines Schlafwandelnden aufzeichnet. Ansonsten ist das Drehbuch von Andrew Pozza, der zugleich die Hauptrolle bekleidet, ein heilloses Durcheinander zusammengewürfelter Ideen rund ums Übersinnliche.
Dabei fallen die Figurenzeichnungen fast schon brauchbar aus, doch das Zusammenspiel der Charaktere funktioniert nur selten, da einzelne Szenen oft in Albernheiten gipfeln. Ob eine Seance, ein ungleiches Paar in Sachen Sadomasochismus, Telefonsex durch die Blume oder Gefechte beim Kompetenzgerangel, - nur selten stimmt das Timing, kaum eine Pointe beendet eine Szene und mit etwas Glück kann man drei bis vier Mal insgesamt schmunzeln.
Stattdessen werden dumme Grimassen geschnitten, ein Exorzismus wird noch untergebracht, es gibt kleine Anspielungen auf "Blair Witch" und am Ende kommt es zu einem Twist, der noch nicht einmal in Ansätzen überrascht. Dazwischen stören die unlustigen Privataufnahmen von Damon und seiner Freundin und es stellt sich zwischenzeitlich die Frage, ob es sich wirklich um eine Parodie handeln soll.
Gnadenloses Overacting, Schauplätze ohne Atmosphäre und ausbleibende Spannung sind nur einige Mankos des fast humorfreien Treibens. Viel Geld muss so etwas ja nicht kosten, doch dieser Produktion sieht man das kaum vorhandene Budget in nahezu jeder Einstellung an.
Konzeptlos, unkreativ und kaum unterhaltsam.
Knapp
3 von 10