Auftakt einer Tetralogie um ehemalige bzw. derzeit noch einsitzende Kriminelle, die mangels regulärer Obrigkeit und/oder für Schmutzige Dienste zurück in den Staat reformiert werden und nach einem Training die entscheidenden Aufgaben in Stellvertreterhandlung ausüben. Als Mischung als Polizei- und Militärdrill und somit der Abart der Actionkomödie, die in Taiwan gerade ab 1987 vermehrt Anklang und zahlreiche Stilblüten, zumeist von Kevin Chu Yen-ping oder Jin Ao-xun inszeniert fand. Chu, der für die Nachfolger der Reihe wie Naughty Cadets on Patrol (1987), Dai Tou Bing 3: A Bing Ge (1987) oder den verzögerten The War Dogs (1991) verantwortlich ist, überlässt hier in der Eröffnung das Feld dem langjährigen Kompagnon und HK - Export Eric Tsang; eine Tatsache mit nachhallender Berühmtheit und auch mitentscheidender Prägnanz, die die ansonsten im üblichen Rahmen ablaufende Klamauk-Veranstaltung zumindest ein wenig mehr Bestimmung beifügt. Liegestütze und Beschimpfung als Willkommensgruß:
Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. Im Kampf gegen die wachsende Kriminalität wird auf Vorschlag des Polizeipräsidenten [ Chan Chung-yung ] einigen Inhaftierten die Möglichkeit zur Rehabilitation und dreimonatigen Ausbildung für die Thunder Unit of the Police, unter Führung eines unerbittlichen Sergeant Ku Pao-pao [ Gu Bao-ming ] geboten. Zur Auswahl der erst frohlockenden, dann bald im Schweiße ihres Angesichts geschundenen Rekruten gehören Tunichtgut Tseng Chi-wei [ Eric Tsang ], der selbsternannte Triadenhäuptling Liao Ben-cheng [ Liu Chun ], der sich prompt als rechte Hand erklärende 'Kissup' Ma Pi-jing [ Woo Gwa ] und Four Eyes [ Cheng Chun-yat ]. Da auch die Frauen in Gleichberechtigung dieselbe Chance bekommen, und mit Chang Yen-yen [ Cheung Siu-yin ], Li Hua-ping [ Shirley Lui ] und Wan Ren-mi [ Peng Peng ] mal mehr, mit der letzten eher weniger attraktive Vertreter des weiblichen Geschlechtes anwesend sind, herrscht bald reges Treiben auf dem Kasernenhof.
Schon gecastet mit den üblichen Verdächtigen, die auch später noch allesamt in diverser Szenerie zum Rapport antreten und die Runden auf dem Truppenübungsplatz absolvieren dürfen, ist auch der große Rest mehr oder minder das bald gewohnte und zur Genüge bis zum Erbrechen durchexerzierte Aller- und Einerlei. Basieren tut man hier auf deutlich sichtbar dem amerikanischen Police Academy (1984) und seinen diversen Sequels und Variationen; wobei eine gewisse Form der Eigenständigkeit und der Abänderungen zum eigenen Gunsten durchaus zu registrieren und so der etwaige Vorwurf der schlichten Kopie auch zu verneinen ist. Selbst wenn immer wieder Szenen als Referenz genutzt, teilweise auch vergleichsweise Artfremdes wie An Officer and Gentleman (1982) direkt zitiert wird, so kann man dem hiesigen Konstrukt noch vergleichsweise genug Kreativität und Inspiration zur Selbständigkeit bescheinigen.
Zweckdienlich der Scholar Films Co., Ltd. Produktion, deren übersetzter Originaltitel Big Soldier bedeudet, ist vor allem die Durchmischung verschiedener Regimente, Absichten und auch Geschlechter. Wo sonst im Drill von Zucht und Ordnung nur der Mann sowohl Befehlshaber als auch -empfänger ist und man sich mehr oder minder als buddy picture im größeren Ausmaß, mit aber immer gleichen Motiven und Verbrüderungen agiert, gestaltet sich die Veranstaltung hier durch die Anwesenheit von Mann und Frau in identischer Anzahl als nicht nur für die Beteiligten willkommene Abwechslung. Der Kumpelfilm und die Mannwerdung, inklusive einer eher müden Barschlägerei vereint gegen ausländische Matrosen, findet weniger, dafür das Balzen um die Damen in der Runde und die erhöhte Aktivität in Frohlockung, Anbandelung und Freizeitvergnügen statt. Selbst die Baracken bzw. die Vier-Mann-Zimmer statt dem großen Schlafsaal sind familiär und relativ privat, fast gemütlich wie im Zeltlager gehalten. Der Handlung, so nichtig sie auch sein mag, gelingt darüber hinaus der Weg von der 24/7 Routine in Uniform in die 'privaten' und 'gesellschaftlichen' Belange, dient man hier nicht bloß der reinen sturen Schulung und Erziehung, sondern vergisst trotz aller körperlichen Witze den Menschen dahinter so gänzlich nicht.
Auch ist der Ton zwischenzeitlich –, ungeachtet aller sonstigen Kindereien und abgekupferten Gags, die zumeist Slapstick von Anno Tobak, teilweise auch in Zeitraffer bemühen – ein recht strenger in manchmal gar beleidigender bis hin zum Ende auch sattsam pathetischer Disziplin. Schon bei der Ankunft vergeht den trainees kurzfristig das Lachen, und geht es verbal zuweilen an das Eingemachte. Natürlich sind und bleiben das kurze Phasen der Ernsthaftigkeit, steht ansonsten das grobschlächtig Humoristische, das Pointen sammeln mit dem Holzhammer im Vordergrund. Verdienstmedaillen oder andere Ehrenorden erreicht man mit der routinierten Inszenierung, der sich bald repetierenden und sowieso beschränkten Erzählweise und dem allein auf bloßen Kurzweil abzielenden Kommerz-Gehorsam sicherlich nicht, mehr als der Erfolg an den Kinokassen, was ungeachtet der heutigen medialen Unbekanntheit des Werkes damalig entsprechend erreicht wurde, war aber auch nicht die Intention der Mission.