Bis zum letzten Viertel des Films schafft es das Werk nicht wirklich seine wenigen Schockmomente auszubauen. Hier mal ein Schatten, da mal ein Spielen mit dem Geist "Mama" im Off, jedoch keinerlei Musikuntermalung, sodass man die Spannungsmomente fast verpassen könnte, schaut man nicht genau hin. Das Gesamtbild wirkt oft gelb gefiltert. Und die anfänglich emotionslos und unsympatisch wirkende Ersatzmama Jessica Chastain wirkt fehlbesetzt.
Doch zum Schluss wendet sich das Blatt komplett. Die Bildfilterung wechselt ins Blaue, die Spannungsschraube wird massiv angezogen, die Auflösung und der Showdown werden zu einem Feuerwerk der Sinne, und selbst Jessica Chastain zeigt jetzt endlich, dass sie Gefühle hat und überhaupt in diesem Film mitspielt.
So schafft es das Werk dann doch, einen bleibenden Gesamteindruck bei mir zu schaffen, der es 8 Punkte wert ist. Besser so, als ein Film, der gut anfängt und sich dann nach und nach ins Belanglose verirrt, meist noch ohne annehmbares Ende.