Mary ist Medizinstudentin und pleite, ihr Professor nervt sie und da kommt ihr ein dubioses Jobangebot gerade recht. Als sie bei dem Vorstellungsgespräch zeigen kann, was sie als angehende Chirurgin kann, stößt sie auf eine neue Einnahmequelle.
Aber hallo, da ahnt man nichts böses, erwartet irgendwas splattrig slashiges und bekommt stattdessen eine bitterböse bis skurrile Medizin-Groteske mit jeder Menge Bodyhorror serviert. Nicht übel, was die Saska-Zwillinge da kredenzen.
Katherine Isabelle schafft es spielend zwischen unbedarft, fast naiv, sexy und eiskalt umzuschalten und dabei die Sympathien immer auf sich zu ziehen. Okay, ganz schwer ist das nicht, denn gerade mit den Männern, die sie fördern sollten, bekommt sie die größten Probleme. Das sind mehr als Dreckschweine, niedere Kreaturen, die, so will man fast meinen, es nicht besser verdient haben. Lichtblicke sind da Lance, der Mann für's Grobe, der erstaunlich viel Empathie zeigt und gar der Cop, der ihr ungeahnt viel zu sehr im Nacken sitzt. Das Finale fühlt sich dann schon irgendwie bedauerlich an, ist aber in der Konsequenz passend zum Geschehen und nachvollziehbar.
Die beiden Soskas machen auch auf handwerklicher Ebene nahezu alles richtig. Die Optik überzeugt, aber vor allem ist es ihre Geschichte, die erfrischend anders ist, eine tolle Prämisse hat und im Verlauf zumindest nicht zu viele Längen aufweist. Außerdem verlassen sie sich nicht einfach auf Splatter, sind da sogar relativ zurückhaltend, wohl wissend, dass ihre mit leichtem schwarzen Humor gewürzte Story um Missbrauch, Bodyforming und Rache genug Potential hat, um wehzutun. Genügend rote Flüssigkeiten werden dennoch vergossen.
Keine Story von der Stange, eine tolle Protagonistin, böse Ideen, das macht richtig Spaß. Aber gefühlt hätte das noch ein bisschen bissiger sein können. Auf jeden Fall sehenswert.