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Ich schwor mir nie wieder einen Film anzuschauen, an dem Godfrey Ho in irgendeiner Weise beteiligt war. Nun ist es schon wieder passiert, aber es ist nur halbes Leid wenn man auf die Katastrophe vorbereitet ist. Doch mit "Diamond Ninja Force" bewegt sich Ho abermals in den hintersten Ecken der Filmhölle. Man muss es wirklich gesehen haben, um es zu glauben. Ninja trifft auf Poltergeist, wäre die nette Umschreibung. Die Ehrliche, solch einen Schrott hat die Welt noch nicht gesehen. Und zwar geht es um zwei Ninja Clans. Einmal die Guten, namens Diamond Ninjas, die Bösen heissen natürlich Black Ninjas. Gordon (Richard Harrison) ist ein Diamond Ninja und muss die Familie Wong vor den Black Ninjas beschützen. Diese töteten auch Gordons Frau, wofür er sich nun rächt. Mit Hilfe eines Poltergeistes wollen die Black Ninjas die Wongs von ihrem Grund und Boden vertreiben. Auf dem Grundstück ist nämlich ein Zauber versteckt, der den Black Ninjas zu großer Macht verhelfen würde. Und anstatt einfach selbst dort anzurücken schickt man einen lächerlichen Geist vorbei, der von einer Frau verkörpert wird, die stets mit grünem Licht bestrahlt wird. Dazu haben die Wongs Visionen und Gegenstände bewegen sich selbstständig. Gordon, der der Familie eigentlich helfen soll, verfolgt derweil ganz andere Ziele. Er muss erst eine Einheit, namens "Vier Falken" auslöschen, die am Tod seiner Frau schuld tragen. Und da diese Einheit aus Fettklößen besteht, die keinerlei Kampftalent haben, fallen die wenigen Zweikämpfe nicht nur ultrakurz aus, sondern auch extrem hölzern. Ein paar Waffen wie Schwerter, Eisenstangen, Wurfsterne und Nunchakus kommen dabei zum Einsatz, was die lahmärschigen Kämpfe aber nicht besser macht.

Der Actionanteil ist überhaupt sehr gering. Gordon darf sich am Anfang eine kurze Prügelei mit ein paar Raufbolden liefern, die vierköpfige Einheit ins Jenseits schicken und sich im Finale mit dem Anführer der Black Ninjas duellieren. Hauptsächlich geht es um die Familie Wong, die sich mit dem Poltergeist herumplagen muss, im Finale tauchen sogar noch ein paar Zombies auf. Wie bei Ho´s Filmen üblich passt der Score nur seltenst zum Geschehen und wurde von vielen Filmen zusammengeklaut. Unglaublich aber wahr, in einer Szene ist sogar die Musik von "Death Wish III" zu hören. Immerhin sind an diesem Film mal nicht die Darsteller das schlechteste Element, sondern der Plot, wenn man davon überhaupt sprechen darf. Es kommt einem eher so vor, als würden hier zwei Filme in einem laufen. Da Godfrey Ho auch das Drehbuch verzapft kann man sich auf massig dämliche Dialoge freuen.
Frau: Wir wurden von Dämonen angegriffen
Gordon: Und wie geht es euch so ?

Da denkt man, man hätte schon das Schlimmste gesehen, doch dann kennt man Godfrey Ho noch nicht. Der schafft es mit einem Nichts an Budget, den untalentiertesten Darstellern, einer dämlichen Story einen noch schlechteren Film zu machen. Herzlichen Glückwunsch Godfrey, es ist dir wieder gelungen.

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