Review

Ja ja die lieben Kinder...
Im normalen Leben meistens süß, lieb und knuddelig, wurden schon in zig Horrorfilmen die kleinen heranwachsenden zu blutrünstigen Bestien. Ob sie nun bessessen sind, oder ob sie von Natur aus Böse sind, in vielen Fällen schaffen sie es dem Horrorfreund einen gehörigen Schauer über den Rücken und einen Schock in die Glieder fahren zu lassen.

Einer der großen Klassiker dieses fast schon Subgenres ist sicherlich der im Jahr 1976 entstandene "Ein Kind zu töten..." welcher von Narciso Ibanez Serrador realisiert wurde und mittlerweile schon Kultstatus hat.

Da die Remakewelle weiterhin fröhlich durch die Filmwelt schwappt, war es wohl nur eine Frage der Zeit bis eine Neuinterpretation dieses eben erwähnten Films gedreht werden würde.
Regiesseur Makinov, der auch als Writer verantwortlich war hat dies nun mit "Come out and play" getan.

Da ich leider "Ein Kind zu töten..." noch nicht gesehen habe (ja ich weiß schande über mich) kann ich leider nur eine Meinung zum Remake abgeben und leider keine Vergleiche zum Original heranziehen.

Story:
Das junge Pärchen Beth (Vinessa Shaw) und Francis (Ebon Moss-Bachrach) wollen es sich kurz vor der Geburt ihres Kindes nochmal gut gehen lassen und Urlaub machen. Ziel der Reise ist die Insel Puento Huerto, welche für ihre fantastischen Karnevalfeste bekannt ist. Auf der Insel angekommen merken die beiden das ausser Kindern kein Erwachsener zu sehen ist. Dennoch beschließen sie sich auf den Weg ins Hotel zu machen. Als dort auch kein Erwachsener ist und die Kinder der Insel ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legen, merken die beiden das etwas nicht stimmt... denn die Kids fangen an brutal zu werden. Ein Kampf ums überleben beginnt...


Wenn man sich auf die Suche nach Hintergrund Informationen über den Regiesseur Makinov macht, dürfte man doch sehr verwundert sein, was man da so findet. Der aus Weißrussland stammende Regiesseur zeigt sich nähmlich vor der Kamera nur verhüllt in einer roten Maske und erzählt davon wie in die Gesellschaft ankotzt und das er in seinen Filmen den wahren Terror und Horror zeigen will.
Wow welch ein Vorzeichen für einen deftigen Horrorfilmen sollte man meinen...
Leider ist "Come out and play" leider nicht so ganz das geworden was ich mir erhofft habe.Denn dem Film fehlt es einfach an Drive.

Der Film lässt sich nähmlich zu lange Zeit mit dem Spannungsaufbau. Geschlagene 35 Minuten dauert es bis wirklich mal etwas passiert.Zwar kommt in manchen Teilen dieser ersten Filmmituten einiges an Atmosphäre auf, wenn die beiden zum Beispiel mit dem Boot über das glänzend blaue Wasser zur Insel fahren und im Hintergrund die Musik das Grauen was sie wohl auf erwartet ankündigt. Oder wenn die beiden durch die heiße Mitagssonne sich durch teilweise enge Gänge bewegen. Viel zu spät für einen 90 minütigen Film gehts dann erstmal ein bisschen zur Sache. Zwar werden einige Kinder schon recht früh ( beim eintreffen auf der Insel) gezeigt, doch bevor die böse Energie welche von ihnen ausgeht dargestellt wird, dauert es schlichtweg zu lange.

Den Bösen Kids, fehlt zudem das, sagen wir mal gewisse etwas. So sind diese zwar durch dreckiges Make-up und schmutzige Kleidung recht gut in Szene gesetzt und können wenn sie in größeren Gruppen auftreten Gefahr austrahlen. Dennoch wirken sie zu selten wirklich böse.
Darstellerisch sticht jedenfalls keines der Kinder sonderlich hervor.

Was bei den beiden Hauptdarstellern leider keineswegs anders ist.  Vinessa Shaw die durch  Filme wie dem "Hills have eyes"-Remake oder "Stag Night" schon einige Erfahrung in sachen Horror haben sollte, spielt mir einfach ein wenig zu unglaubhaft. Wenn man sich in die Lage ihrerer Rolle hereinversetzt sollte da doch schon mehr kommen.
Moss-Bachrach ist da nur unwessentlich besser. Seine Figur, welche recht Klischeehaft gestalltet ist, bietet zwar nicht viel Spielraum aber vorallem zu Ende hin sollte da schon mehr kommen.

In Sachen Gore und Splatter, wurde ich leider auch entäuscht, denn davon wird für einen Hororfilm einfach zu wenig geboten.
Die wenigen Szenen, sind meist zu kurz, im off oder einfach zu hektisch geschnitten, sodass nicht mal die Schauwerte überzeugen konnten.

Fazit:
Es wird wohl Zeit das ich mir das Original zu gemüte führe, denn Makinovs Remake "Come out and play" ist leider nicht mehr als unterer Durchschnitt. Zu unbedrohlich, zu lahm und in Sachen Gewalt zu prüde gebe ich dem Film gerade noch so 4 Punkte.

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