An die Qualität des Covers reicht der inhaltliche Teil von Autor und Regisseur Justin Price zu keiner Zeit heran, denn seine krude Mischung bietet neben einer Portion Exorzismuszirkus einen schlecht inszenierten Actionpart, der wie eine Folge John Sinclair auf Anfängerniveau daherkommt.
Belzebub hat seine Schergen losgeschickt, um das Ende der Menschheit einzuläuten. Eine Gruppe von Priestern und Dämonenjägern stellt sich ihnen entgegen, auch wenn der junge Geistliche Jason (Kyler Willett) zunächst noch mit sich hadert...
Zuweilen wünscht man sich ja ein paar Hintergründe zu etwaigen Dämonen, doch hier wird man mit derart monotonem Gerede überschüttet, dass allenfalls ein Drittel an Informationen hängen bleibt. Nach einem halbwegs gelungenen Intro mit kurzem Gastauftritt von Danny Trejo während eines Exorzismus mangelt es lange Zeit an Action, diverse Einweihungsrituale und Instruktionen ziehen sich wie Kaugummi und lediglich einige kreativ zusammengeschusterte Waffen erwecken kurzzeitiges Interesse.
Der Held kann sich indes rein gar nicht etablieren, da er einerseits zu wenig Präsenz mitbringt und mit ausdrucksloser Mine durch die Kulisse latscht und ferner erscheint der Bote des Bösen zu austauschbar und handelt zu willkürlich, indem er einmal einen Truck per Telepathie durch die Luft wirbelt und dann wiederum im Nachtclub residiert, während er andere für sich arbeiten lässt.
Zwar kann zuweilen das Make-up überzeugen und manche Dämonen sind okay gestaltet, doch sobald die Action einsetzt, ist es mit dem dämonenhaften Vergnügen dahin. Die Kamera wackelt arg hin und her, findet kaum einen Fokus und bricht sich bei schnelleren Bewegungen tierisch einen ab, so dass im Endeffekt nur unübersichtliches Gezappel, statt sorgsam choreographiert gefilmte Kämpfe zu sehen ist. Auch einige übersinnliche Erscheinungen kommen kaum zur Entfaltung, da die CGI allenfalls zweckdienlich ausfallen und auch hier die Kamera oftmals ungünstig positioniert ist. Bekannte Gesichter wie Trejo oder auch Eric Roberts können innerhalb ihrer wenigen Momente kaum noch etwas retten, während die eigentlichen Mimen bis auf Perla Rodríguez in einer ambivalenten Nebenrolle durch die Bank hölzern performen.
Auch wenn der Angriff in einer Werkstatt ein paar überraschende Momente birgt und der Showdown mit einigermaßen Tempo aufwartet, kommt die stocksteife Erzählung nie so recht in Gang, wird zwischenzeitlich geradezu zerredet und bringt darüber hinaus unprofessionell festgehaltene Action, bei der der an sich taugliche Score nicht mehr viel ausrichten kann.
Unterm Strich ein schwacher Dämonenjägerstreifen mit sterilen Figuren, mies gefilmten Fights und einer dünnen und unfertig wirkenden Geschichte.
So gehen Dämonenjäger in jeder Hinsicht vor die Hunde...
3 von 10