Review

Rémy Couture ist ein kanadischer Make-up-Artist, der hier einen knapp zehnminütigen Kurzfilm abliefert, in dem er als maskierter Serienkiller auftritt, der sich an seinen weiblichen, fast ausschließlich toten Opfern vergeht. Im Prinzip ist das eine Art Showreel für seine Make-up-Künste. Stilistisch ist das leicht experimentell (ohne „artsy-fartsy“ zu wirken), wenn zwischen die Videoaufnahmen immer wieder Fotos seiner "Taten" eingeblendet werden.

Auch wenn die Gewaltdarstellung sexuell aufgeladen ist, wird sie nie explizit und eine Splatterorgie bekommt man definitiv nicht geboten. Ein paar geschminkte Wunden auf sich tot stellenden Frauen, schnelle Schnitte und Dark Ambient/Noise-Musik. Dazu kommen finstere Keller, ein räudiger DV-Cam-Look und damit ist der Fake-Snuff-Film komplett. Wirkt natürlich überhaupt nicht real, hat aber eine recht dreckige Atmosphäre.

Mir gefiel, dass man das Thema mit zehn Minuten Laufzeit und hohem Pacing abgefrühstückt hat, statt krampfhaft einen öden Langfilm daraus zu machen, der dann einfach nur peinlich geworden wäre.

Teil zwei wiederholt im Grunde das Gleiche nochmal, ist aber langsamer geschnitten und funktioniert daher weniger gut...

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