Ashley ist neu am Collage, wird aber gleich von einer versnobten Clique reiferer Studenten aufgenommen. Auf einer alkoholhaltigen Hausparty erfährt sie von einer Urban Legend, der Internet-Geistergeschichte von „Smiley“, einem entstellten Killer, den man im Spin-Chat rufen kann, indem man die richtigen Worte tippt, und der dann den Chat-Partner niedermeuchelt. Als Ashley und ihre Freundin eines Abends die Probe aus Exempel starten, funktioniert der Trick leider. Doch nun will Smiley ihnen ans Leder…
Die Idee ist nicht neu: Man spricht dreimal, fünfmal, egal wie oft einen bestimmten Namen aus und beschwört damit einen bösen Geist herauf. Das funktionierte so bei „Bloody Mary“ und auch beim „Candyman“. An sich wäre die Neuinterpretation dieser Idee in SMILEY auch alles andere als schlecht gewesen. Auch der Clou mittels dreimaligen Eintippens der Phrase „I Did It For The Luls” (ich hatte zuerst auch keinen blassen Schimmer, was das bedeuten soll, aber „Luls“ entspricht ungefähr dem allseits bekannten „Lol“) sein Chat-Gegenüber ins Jenseits befördern zu können, klingt doch irgendwie ganz witzig.
Leider aber verstehen sich SMILEY und dessen Macher darin, so ziemlich alles falsch zu machen, was nur geht, und somit ein absolutes Minimum aus seinem Potenzial zu schöpfen. Der Killer hätte optisch einiges hergegeben: Ein Kerl mit glattem, konturlosem Gesicht und blutigen Schnittwunden in Form eines lachenden Smilies. Er erinnert ein bisschen an den Killer aus SCREAM, zumal er auch hauptsächlich mit Bowiemesser mordet. Leider aber kommt „Smiley“ viel zu selten zum Einsatz. Anständigen Gore sucht man vergebens. Der Film verliert sich in irgendwelchen Belanglosigkeiten, wie Ashley beim Psychotherapeuten. Zwischendurch sitzen ein paar Schocks wieder ganz ordentlich. Das allein hält den Spannungsbogen aber nicht aufrecht.
Besonders nervig fallen hier die jugendlichen Charaktere aus. Schon lange nicht mehr so hassenswerte, arrogante, versnobte Teenager gesehen. Da ist das, was einem in der Szene-Disco am Wochenende an Grünzeug übern Weg läuft, echt noch harmlos. Denen wünscht man von Anbeginn an die Krätze an den Hals… und dann verrecken die nicht mal. Argh! Wo sind sie die Slasher-Klischees meiner Jugend, die dafür sorgten, dass die doofen, unsympathischen Charaktere stets am blutigsten aus dem Leben scheiden!? Dahin…
Tja, was hat SMILEY also zu bieten: einen coolen Killer im Streik, hypernervige Teenies, eine coole Idee komplett miserabel umgesetzt, Langeweile, Langeweile, Tod im Chatroom, Langeweile und ein Showdown, der dem Ganzen nur noch die Käsekrone aufsetzt.
Ein paar namhafte Schauspieler geben sich hier auch die fragliche Ehre, siehe u.a. Keith David (Carpenters DAS DING, SIE LEBEN!, PLATOON) und Roger Bart (HOSTEL 2).
Blut: (+)(-)(-)(-)(-)
Thrill: (+)(+)(-)(-)(-)
Grad der Enttäuschung: (+)(+)(+)(+)(-)
Fazit:
Konsequent verkackter Teenie-Horror. *meme trauriger Smilie*