Review

Efffekt der Effekte wegen.
Ich gewinne dem Setting und der Machart, einiges ab, vieles ist sehr gut an diesem Film, aber die Konsequenzen der handelnden Personen im Film sind mir jedoch zu keinen Zeipunkt plausibel, wollen es auch nicht sein. Für mich macht Haneke hier einfach nur auf krass, ohne das es wirklich einen Auslöser gäbe. Die interessante Psychologie der Personen, wird fast komplett unter den Teppich gekehrt, nein er verdreht sie mit Absicht. Vielleicht sogar ja lediglich, weil das einfacher ist, man sich eben nicht mit realen komplexeren, in den Menschen stattfindenden, Prozessen auseinandersetzen muss. So erfährt man im Interview auf der DVD dann auch, dass im eigentlichen Fall, der dem Film zu Grunde liegt, eben doch Schulden und wohl noch tiefgreifendere Konflikte ein Auslöser des ganzen Kuddelmudde waren. Dinge die in diesem Film nicht stattfinden. Es ist eben doch eher so, dass die Menschen in diesem alltäglichen Film drinhängen und sich durch Konsum und Rausch und Geld erhalten, und sich nicht ohne ersichtlichen inneren Konflikten, aus reiner Lethargie dem Nichts hingeben und alles wegwerfen was sie bis dahin hatten.

Der Film verweigert sich komplett mit den komplexen Ursachen der realen Ereignisse auseinanderzusetzen und simplifiziert das Geschehen zu einer enstellten Farce. Sorry, in meinen Augen Effekthascherei und ein sehr eindimensionales Verständniss dessen, was da bei diesen Menschen abgegangen sein muss.

P.S.: Ich schätze andere Werke Hankekes wie "Bennys Video", "71 Fragemente eines Zugfalls", "Funny Games", "Caché".

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