Review

Die vorhandenen Qualitäten von La vida precoz y breve de Sabina Rivas haben sich leider noch nicht bis zu uns rumgesprochen. Ich hoffe, ich kann mit
diesem Review ein wenig Abhilfe schaffen. Erzählt wird die Geschichte der jungen Sabina Rivas, einem Mädchen, welches in den Slums nahe der Mexikanisch-Guatemalanischen Grenze lebt und ein Dasein als Strippern und Prostituierte fristet. Über allem thront hierbei die Gewalt der MS-13 – niemand ist von dieser brutalen Gang sicher. Dass Sabina an ihrer grausamen Realität noch nicht zugrunde gegangen ist, liegt daran, weil sie Kraft aus ihrem Lebenstraum gewinnt. Sie möchte in den USA Karriere als Sängerin machen. Als sie eines Tages ihrer Jugendliebe Jovany begegnet, gerät ihr Leben
vollkommen ausser Kontrolle.

La vida precoz y breve de Sabina Rivas ist ein ruhiges und eindringlich gespieltes
Drama vor einem leider nur allzu realen Hintergrund. Der Film erzählt eine packend und realistische Story, die zu Herzen geht. Dabei werden sowohl den vorkommenden Figuren wie auch dem Zuschauer selbst keine Aussicht auf ein Happy End gegönnt. La vida precoz y breve de Sabina Rivas ist daher keine leichte Kost für Nebenher, sondern eine anspruchsvolle filmische Erfahrung, mit der man sich auch nach dem Abspann noch lange auseinandersetzen wird.

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