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Das Death Race auf Terminal Island, wo Gefangene wie Gladiatoren in einem Autorennen mit bewaffneten und gepanzerten Wagen bis zum Tod gegeneinander antreten, ist zum angesagten medialen Großereignis gewachsen. Der britische Milliardär Niles York erkennt das Potential und zwingt den Betreiber Weyland zum Verkauf, um dies auf eine ganz neue Ebene zu katapultieren und die Rennen weltweit anzubieten. Das erste Rennen findet in der Kalahari und Afrika statt. Der neue Besitzer hat nur ein Problem. Frankenstein ist mit Abstand der populärste Fahrer und für den Fortbestand unerlässlich. Er hat jedoch bereits vier Rennen gewonnen und erlangt bei einem weiteren Sieg seine Freiheit und würde somit ausschieden.

Ah, es ist wieder soweit, Motoren an, Hirn aus, es darf wieder gedeathraced werden. Luke Goss feiert als erster Frankenstein, der seinen Titel verteidigt und die Rolle zum zweiten mal verkörpert (haben David Carradine und Jason Statham nicht geschafft) und den Mann mit der eisernen Maske gibt. Wer die Reihe noch nicht kennt, sie ist im Grunde das gleiche wie Fast and the Furious nur das hier a) längst nicht alle Fahrer lebendig über die Ziellinie kommen und b) das man hier als Kühlerfiguren Maschinengewehre und Boden-Boden-Raketen zur Verfügung hat und diese auch einsetzt.
Zunächst einmal bewundern wir die Wunder der kosmetischen Chirurgie, denn diese schafft es Frankensteins verkohlte Visage wieder in den Herrn Goss zu verwandeln. Danach wird die Rennserie an einen schmierigen Milliardär verhökert und kommen so in den Genuß, das nächste Todesrennen im malerischen Südafrika auszutragen, inklusive Raserei durch die Townchips und das Gebiet der schwerbewaffneten Warlords um sowohl den Schwierigkeitslevel als auch die Quoten zu steigern.
11 Fahrer und drei Tage heißt das Motto, wobei 10 Fahrer genauer gesagt wäre denn beim ersten wird wegen Fehlstart gleich mal die Konsequenzen für das Verlasen der Strecke demonstriert wird, als jene arme Sau mittels Lenkrakete aus dem Rennen und auf den letzten Platz genommen wird.
Ansonsten wird das geboten, was man erwarten darf. Schick gestylte Trucks und aufgemotzte Strandbuggies rasen durch den Sand, als fahre man ein Qualifikationsrennen für die nächste Mad Max Teilnahme, das Rennen verläuft sehr dynamisch, zahlreiche Waffen kommen zum Einsatz und nach und nach dürfen sich die Fahrer mitsamt Vehikel in den Wüstensand bohren oder wenigstens in Zeitlupe explodieren. Beide Varianten sind natürlich sehr unerfreulich für den Fahrer und seine Navi-Mieze auf dem Beifahrersitz.
Es ist zwar nett, das man das komplette Mechanikerteam wieder aufstellen konnte, aber abseits der Rennbahn ist das Treiben längst nicht so rasant, wie auf der Piste. Eine kleine Keilerei, der schmierige Produzent der bei jedem Überschlag einen Sportfleck in der Hose bekommt, etwas Mißtrauen vom Team gegen Frankenstein, das ist alles mehr Beiwerk. Lediglich der Schlußtwist kann da noch ein wenig zulegen und die Zuschauer auf den nächsten Film vorzubereiten, denn die Geschichte ist noch lang nicht zuende erzählt, denn noch immer fehlt der entscheidende Sieg für die Freiheit.
Da hier wohl niemand ein tiefgründiges Drama erwarten wird, kann man sich voll auf die Schauwerte konzentrieren und da funktioniert DR3 durchaus im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ein flottes Ausscheidungsrennen mit einem eher unerwarteten Sieger, quasi ein auf Hochglanz poliertes Stock Car Rennen. Hat mir gefallen.
7/10

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