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Nikos Mama heiratet erneut und plötzlich klebt Niko ein kleiner Stiefbruder am Huf. Wie lästig. Als der aber durch Nikos Unaufmerksamkeit von Adlern entführt wird, hat er noch größere Probleme. Vielleicht kann Rentier-Rentner Tobia helfen, doch der ist fast blind.


Bei Niko 2 gibt es nicht viel neues zu entdecken. Zwar werden ein paar neue Figuren eingeführt und die alten sind auch alle an Bord, doch die Grundstory bleibt nahezu identisch, nur dass es hier eine Truppe tumber Adler ist, die Niko und Santas Flugtruppe an den Kragen wollen.

Das Sequel ist aber einen Hauch weniger düster, drückt dafür an mancher Stelle aber etwas auf die Mitleidstränendrüse, wenn das kleine Stiefbrüderchen traurig ist ob der Zurückweisung oder eine der Figuren einsam und verloren überlegt, was nun. Das wird aber zum Glück nicht allzu dick aufgetragen. Dafür sind die Messages von Familie, Freundschaft, Zusammenhalt mehr als deutlich formuliert, kindgerecht eben.

Gesungen wird diesmal nicht und in der Synchro wird Barbara Schöneberger von Yvonne Catterfeld als Sprecherin der Wilma abgelöst. Ist nicht weiter tragisch, aber Frau Catterfeld fehlt es etwas an der verschmitzt-amüsanten Hochnäsigkeit, die die Wieseldame in Teil 1 auszeichnete.

Und erneut ist Niko, diesmal aber zusammen mit Neubruder Jonni, eher blass und langweilig. Die Adler, einer will immer unheimlich sein, einer checkt gar nichts, und Rentier-Opa Tobias, der mit Steinen spricht und meint, Bäume hätten ein Brett vor'm Kopf, sind deutlich spannender und vor allem auch witziger. Gleiches gilt für die neue Oberbösewichtin.

Das Finale setzt verstärkt auf Action, was dem Film aber gut tut und einen guten Kontrast zu den meist ruhigen ersten beiden Dritteln bildet. Die Action ist gut getimt und macht Spaß (persönlicher Höhepunkt: die hilflos herumhängende Flugtruppe).


Unterhaltsam, humorvoll durch die Nebenfiguren, wieder nicht zwingend für die ganz kleinen geeignet. Aber mit klaren Botschaften und niedlich gemacht.

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