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"Der Pianist" ist zurecht mit sovielen Auszeichnungen bestückt worden. Knapp 2 1/2 Stunden wird vom Leben des Wladyslaw Szpilman im 2. Weltkrieg erzählt. Das klingt vielleicht lang, ist es aber in keinster Weise. Die Zeit vergeht wie im Fluge, weil man einen extrem intensiven Einblick in die Geschehen dieser Zeit bekommt und Adrien Brody eine perfekte Leistung zeigt. Da es eine wahre Begebenheit ist, kommt natürlich der Vergleich zu "Schindlers Liste" auf.
Beide sind hervorragende Filme, aber man merkt irgendwie, dass der eine ein Hollywood-Produktion ist und der andere europäisches Kino. "Schindlers Liste" ist in als Stilmittel größtenteils in Schwarz-Weiß gehalten und somit zeigt "Der Pianist" die Gewalt noch eine Spur härter. Außerdem gibt es bei "Der Pianist" nicht diese Hoffnung, wie sie Oskar Schindler ausgestrahlt hat. Es ist ein reiner Überlebenskampf, der sehr realistisch dargestellt ist. Keine Klischees, nur Top-Leistungen von Schauspielern und Inszenierung. Die Atmosphäre ist perfekt umgesetzt. Man sieht und hört immer wieder Schüße, brennende Häuser, Explosionen und Ruinen. Das alles macht den Film beunruhigend und so dramatisch, aber so war es ja auch in Wirklichkeit. Auch Roman Polanski ließ seine Erfahrungen mit in den Film einfließen und das ließ diesen Film zu einem absoluten Meisterwerk werden. Dieser Film ist absolut sehenswert und es gibt keinen einzigen Kritikpunkt, den ich zu diesem Film hätte. Es stimmt einfach alles!

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