Alle Kurzkommentare


8

Nachdem er als Kind selbst die Gräueltaten im Krakauer Ghetto miterlebte, nimmt sich Roman Polanski in Der Pianist nun dieser dunklen Epoche an. Auf distanzierte, beinahe schon dokumentarische Weise bleibt der Blick stets auf den einnehmend aufspielenden Adrien Brody gerichtet, welcher als Jude in Warschau der Willkür des Nazi-Regimes ausgesetzt ist. Aus dieser beschränkten Perspektive wird man Zeuge des sinnlosen Schreckens und der menschenverachtenden Morde, welche bedrückend nüchtern bebildert werden. Dank der Rolle von Thomas Kretschmann wird eine komplette Dämonisierung der Deutschen dennoch geschickt umgangen. Auf dramaturgischer Ebene schleicht sich aufgrund der sprunghaften Erzählweise leider etwas Leerlauf ein, welcher sich allen voran im Mittelteil bemerkbar macht. Beginn und Schluss besitzen dafür eine ebenso eindringliche wie erschütternde Ausstrahlung - ein wichtiges und wertvolles Werk.

10

Dieser Film ist das beste und zugleich erschütternste was ich je (seit Schindlers Liste)gesehen habe. Die Schauspielerische Leistung von Adrian Brody ist nicht hoch genug zu bewerten , wie er Wladislaw Szpilman spielt, mit so einer Leidenschaft ist absolut stark. Der Film gibt die Grausamkeiten die es in dieser Zeit gab sehr realistisch wieder und hat mich deswegen noch tagelang beschäftigt. Aber auch die Kulisse vom zerstörten Warschau und auch einzelne Szenen sind 1:1 wiedergegeben. Dieser Film ist wirklich ein Meisterwerk den sich jeder anschauen sollte, denn er soll zum Nachdenken anregen.

10

Die Umsetzung des Themas ist mehr als gelungen, mit eindrucksvoller Kameraführung und schockierenden Szenen werden die schrecklichen Ereignisse sehr realistisch dargestellt. Man kann die Angst und den Schrecken teilweise regelrecht nachempfinden. Mit Adrien Brody ist die Hauptrolle exzellent besetzt, er spielt sehr überzeugend. Weiterhin ist positiv aufgefallen, dass der Film nicht alle Deutschen als böse Nazis darstellt und auch sonst jegliche Wertungen vermeidet. Meiner Meinung nach muss man diesen Film gesehen haben, er ist allerdings nichts für Leute mit schwachen Nerven, da doch sehr erschütternde Szenen gezeigt werden. 10/10

0

Wer hätte gedacht, dass ein Regisseur von Filmen wie Chinatown oder Tanz der Vampire einmal einen derart erschütternden, eindringlichen und melancholischen Film drehen würde. Niemand. Aber Meisterregisseur Roman Polanski zeigt sich auf der Höhe seines Könnens und porträtiert das Leben Wladyslaw Szpilmans eindrucksvoll. Die Geschichte schlägt den Zuschauer in den Bann – und lässt ihn so schnell nicht mehr los. Sicher kein Film für einen vergnüglichen Abend, aber einer, der nachdenklich stimmt. Überaus empfehlenswert und niemals pathetisch. 10/10

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